Benediktinerkloster/Kollegiatstift St. Michael, Metten, Benediktinerkloster in Ostbayern, Deutschland
Das Benediktinerkloster Metten liegt zwischen dem Donautal und dem Bayerischen Wald und verbindet verschiedene Gebäude zu einem zusammenhängenden Komplex. Die Anlage umfasst eine Kirche, Verwaltungsräume und zwei Bibliotheken, die zusammen das Erscheinungsbild des Ortes prägen.
Das Kloster wurde 766 von Gamelbert von Michaelsbuch gegründet und erfuhr eine wichtige Veränderung, als Karl der Große es 788 unter seine Kontrolle brachte. Diese Übernahme war ein Wendepunkt in der Geschichte des Ortes, da das Kloster damit in den Einflussbereich der karolingischen Macht geriet.
Die Barockbibliothek prägt den Charakter des Klosters und zeigt, wie Gelehrte hier über Jahrhunderte hinweg studieren und forschen konnten. Besucher sehen heute noch die prächtige Ausstattung dieser Räume und verstehen, welche Rolle das Kloster als Ort des Wissens und der geistlichen Vertiefung spielte.
Das Gelände beherbergt heute ein Gymnasium (St.-Michaels-Gymnasium), daher sind einige Bereiche nur zu bestimmten Zeiten für Besucher zugänglich. Es ist ratsam, vor einem Besuch zu klären, welche Teile der Anlage besichtigt werden können und welche Tageszeiten am besten geeignet sind.
In der Klosterbibliothek wurde 1415 ein Manuskript entdeckt, das die Bedeutung spezieller Symbole auf den Sankt-Benedikt-Medaillen erklärte. Diese Entdeckung gab Forschern lange Zeit einen wertvollen Schlüssel zum Verständnis dieser religiösen Objekte.
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