Benediktinerinnenkloster Lüne, Benediktinerkloster in Lüneburg, Deutschland.
Die Lüne-Abtei ist ein Benediktinerinnenkloster in Lüneburg, das aus roten Backsteinen gebaut wurde und einen gut erhaltenen gotischen Kreuzgang mit einer Kirchenanlage von 1412 umfasst. Die Gebäude sind um einen Innenhof angeordnet und zeigen die typische Struktur einer Ordensgemeinschaft mit Wohnräumen, Kapelle und Gemeinschaftsräumen.
Die Abtei wurde 1172 gegründet, begann aber ursprünglich als Kapitelseminar unter der Leitung von Hildeswidis von Marcboldestorpe. Um 1272 transformierte sie sich in eine benediktinische Gemeinschaft und entwickelte sich zu einem bedeutenden Kloster der Region.
Das Kloster beherbergt ein Textilmuseum mit mittelalterlichen Stickereien und Handarbeiten, die bis ins 13. Jahrhundert zurückreichen. Besucher können sich hier einen Eindruck von der kunsthandwerklichen Tradition machen, die das Leben der Nonnen über Jahrhunderte geprägt hat.
Der Besuch des Klosters erfolgt am besten durch geführte Touren, die man über die Klosterkammer Hannover buchen kann. Man sollte sich Zeit für den Kreuzgang und die Kirche nehmen sowie auf die Textilsammlung vorbereitet sein.
Der Speisesaal enthält Wandmalereien aus dem Jahr 1500, die Szenen aus dem klösterlichen Leben zeigen. Im Nonnenchor befindet sich zudem ein Altarbild aus der Werkstatt von Lucas Cranach dem Älteren, einem der bedeutendsten Künstler der Reformationszeit.
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