Schmalspurbahn Wolkenstein–Jöhstadt, Museumsbahn in Jöhstadt, Sachsen, Deutschland
Die Pressnitz Valley Railway ist eine Schmalspurbahn, die sich über etwa 8 Kilometer durch die bewaldeten Berge Sachsens erstreckt und Jöhstadt mit Steinbach verbindet. Die Strecke führt durch ein Tal mit markanten Höhenunterschieden und dichtem Waldbestand.
Im Februar 1891 begann der Bau, am 1. Juni 1892 wurde die Strecke von Wolkenstein durch Zschopau- und Preßnitztal nach Jöhstadt eröffnet, im Mai 1893 bis zur böhmischen Grenze verlängert. Von Anfang an dominierte der Güterverkehr; ab 1911 liefen Rollwagen mit Brettern, Holzstoff, Pappen und Feuerlöschgeräten der Firma Flader. 1984 endete der Personenverkehr, 1986 der Güterverkehr zum Kühlschrankwerk Niederschmiedeberg; bis Sommer 1989 wurde die Strecke abgebaut und zwischen 1990 und 2000 als Museumsbahn Steinbach–Jöhstadt wiederaufgebaut.
Die Museumsbahn wird von der Interessengemeinschaft Preßnitztalbahn betrieben, die sich 1988 in Großrückerswalde gründete, um die nach dem Abbau verbliebenen Reste zu erhalten. Ihre Mitglieder verlegten das Gleis von Jöhstadt nach Steinbach und feierten den Abschluss im Jahr 2000 mit einer Festwoche. Gefahren wird an Wochenenden von Mai bis Oktober sowie an Feiertagen.
Die Bahn ist mit Regionalbussen und Zugverbindungen von Chemnitz erreichbar und verkehrt zu festgelegten Terminen während der Saison. Besucher sollten festes Schuhwerk tragen und sich auf ein bergiges Gelände einstellen, besonders wenn sie die Strecke zu Fuß erkunden möchten.
Zu den Gütern zählten Spritzen und Löschfahrzeuge der Firma Flader in Jöhstadt, die per Bahn versandt wurden. Ab den 1960er Jahren war das Kühlschrankwerk dkk in Niederschmiedeberg der bedeutendste Kunde. Ein Hochwasser im Schwarzwassertal tötete 1955 sieben Menschen und unterbrach die Strecke vier Wochen lang.
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