Holzbrücke bei Essing, Hölzerne Fußgängerbrücke in Essing, Deutschland
Die Holzbrücke bei Essing ist eine Spannbandbrücke für Fußgänger und Radfahrer über den Main-Donau-Kanal und eine Umgehungsstraße. Ihre neun Hauptträger aus Brettschichtholz, je 200 m lang und 22 × 65 cm im Querschnitt, hängen frei in Seilzuglinie zwischen den Stützen und wurden vor Ort aus 40 m langen Teilstücken verleimt. Der Steg ist 3,4 m breit, der Geh- und Radweg 3,1 m, und die Brücke hat vier Felder mit Spannweiten von 31 + 32 + 74 + 35 m.
Die Brücke wurde von 1978 bis 1986 nach sieben Planungsjahren errichtet; der Entwurf stammt von Richard Johann Dietrich, die statischen Berechnungen von Heinz Brüninghoff und der Technischen Universität München. Mit 189,91 m war sie die längste Holzbrücke Europas, bis sie 2006 vom Drachenschwanz in Ronneburg abgelöst wurde. Die Verwendung von Brettschichtholz als Spannband wurde 1988 mit dem bayerischen Ingenieurholzbaupreis gewürdigt.
Die Brücke trägt den Namen Tatzelwurm, benannt nach einer mythologischen Kreatur aus der lokalen Sage. Diese Namenswahl spiegelt die geschwungene Form wider, die sich durch die Landschaft schlängelt.
Die Brücke führt Fußgänger und Radfahrer über den Main-Donau-Kanal und eine Umgehungsstraße; bei Bedarf können auch Kraftfahrzeuge sie nutzen. Der Geh- und Radweg ist 3,1 m breit, die Gesamtbreite beträgt 3,4 m. Über der Fahrrinnenmitte bleibt eine Durchfahrtshöhe von 7,0 m über dem höchsten schiffbaren Wasserstand.
Die neun Hauptträger der Brücke sind 200 Meter lang und haben einen Querschnitt von 22 × 65 Zentimetern; sie hängen frei zwischen den Stützen und werden überwiegend auf Zug belastet. In 40-Meter-Teilstücken angeliefert und vor Ort per Keilzinkung verleimt, tragen sie eine Nutzlast von 500 Kilogramm pro Quadratmeter. Die zwei Stützen nehmen nur etwa 10 % der Kräfte auf.
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