Burg Blankenstein, Mittelalterliche Burgruine in Hattingen, Deutschland
Blankenstein ist eine Burgruine auf einer Anhöhe über der Ruhr mit einem erhalten gebliebenen Turm und Teilen der ursprünglichen Außenmauer. Die Anlage umfasst auch Gebäude aus verschiedenen Epochen, die zeigen, wie die Burg im Laufe der Jahrhunderte zu verschiedenen Zwecken genutzt wurde.
Adolf I. von der Mark befahl am 12. Mai 1226 den Bau der Burg, die 1243 fertiggestellt war. 1321 bestätigte Engelbert II. hier die Bochumer Marktrechte. 1614 besetzten spanische Truppen die Anlage, und 1662 ordnete Friedrich Wilhelm von Brandenburg ihren Abriss an; nur der Turm und Teile der Ringmauer blieben erhalten.
Der Name stammt von dem unbewaldeten Felsrücken über der Ruhr, den die Gründungsurkunde von 1226 „blancken Steyn“ nennt. Die Burg war eine der vier Hauptburgen der Grafen von der Mark; in ihrem Bering entstand eine kleine Burgfreiheit, die Keimzelle des heutigen Blankenstein. Im zweigeschossigen Bruchsteingebäude nördlich des Turms befindet sich heute ein Burgrestaurant.
Der Turm ist das ganze Jahr über zugänglich und bietet von seiner Aussichtsplattform einen weiten Blick über die Stadt und die Seen in der Umgebung. Besucher sollten mit unebenen Wegen und steilen Treppen rechnen, besonders beim Aufstieg zum Turm.
Die rund 2,80 Meter breite Tordurchfahrt des Turms ist heute vermauert; sie weist ihn als Torturm und nicht als Bergfried aus. Von dem etwa neun Meter hoch gelegenen Eingang führt ein 0,65 Meter breiter Gang in der Mauerstärke zur obersten Turmebene. Das ruinöse Gebäude an der östlichen Ringmauer wird oft Kapelle genannt, war aber nie ein sakraler Bau.
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