Bolongaropalast, Barockpalast in Höchst, Deutschland
Der Bolongaropalast ist ein Barockpalast in Frankfurt-Höchst mit einer 117 Meter langen Nordfassade, die sich über drei Flügel in U-Form erstreckt. Das Gebäude wird von einem terrassierten Garten auf der Südseite ergänzt und zeigt die klassischen Merkmale barocker Architektur mit seinen symmetrischen Proportionen.
Die Gebrüder Josef und Jakob Bolongaro, erfolgreiche Tabakfabrikanten, erbauten den Palast zwischen 1772 und 1774 nach ihrer Bürgerrechtsgewährung durch den Kurfürsten von Mainz. Das Gebäude markiert den sozialen Aufstieg wohlhabender Kaufleute, die sich in dieser Zeit in Höchst niederließen.
Im Palast finden sich prächtig gestaltete Räume mit Spiegeln an den Wänden und Gemälden an der Decke, die das Vermögen der Bewohner widerspiegeln. Die Kapelle wird heute für Konzerte und literarische Veranstaltungen genutzt und zeigt, wie dieser Ort das kulturelle Leben vor Ort prägt.
Für die Sanierung wurde das Haus 2016 geräumt, die Bauarbeiten begannen im Februar 2017; laut Presse sind sie im Herbst 2024 wohl kaum vor 2028 abgeschlossen. In den 240 Räumen entstehen ein Museumstrakt, ein Musiksaal und ein Veranstaltungssaal. Der Palast liegt auf der Südseite der Bolongarostraße, der terrassierte Garten fällt zur Niddamündung hin ab.
Im Park des Palastes steht der Triton-Brunnen, ein neobarocker Brunnen, den der Frankfurter Bildhauer Josef Keller 1909 schuf. Über dem runden Wasserbecken liegt ein Delphin, auf dem ein wasserspeiender Triton reitet. Im westlichen Pavillon, in dem Oberbürgermeister Walter Kolb wohnte, befindet sich heute ein Standesamt.
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