Bosehaus, Museumsgebäude am Thomaskirchhof, Deutschland.
Das Bosehaus ist ein 1710/1711 erbautes barockes Bürgerhaus am Thomaskirchhof 16, schräg gegenüber dem Südeingang der Thomaskirche. Vier Gebäudeteile umschließen einen rechteckigen Innenhof von etwa 10 mal 17 Metern; das vierstöckige Vorderhaus hat sechs Fensterachsen, einen Erker über dem Rundportal und drei Dachgauben. Das Bach-Museum nutzt Erdgeschoss und erste Etage, das Bach-Archiv die oberen Stockwerke, und im zweiten Obergeschoss des Hintergebäudes liegt ein kleiner Konzertsaal von etwa 60 m², der Sommersaal.
Der Kaufmann Georg Heinrich Bose kaufte 1710 ein Gebäude aus dem 16. Jahrhundert und ließ es zum barocken Bau umwandeln. Nach Bachs Zeit wurde das Haus zum Sitz des Bach-Archivs und blieb damit Ort der Erinnerung an den Komponisten.
Das Bach-Archiv Leipzig nutzt das Bosehaus als Aufbewahrungsort für Handschriften, Briefe und persönliche Gegenstände, die Johann Sebastian Bachs künstlerisches Wirken in der Stadt dokumentieren. Besucher erfahren hier, wie Bach in Leipzig lebte und arbeitete, während sie durch die Räume gehen, in denen diese Sammlungen gezeigt werden.
Das Bach-Museum nutzt Erdgeschoss und erste Etage, die oberen Stockwerke sind dem Bach-Archiv mit seiner Bibliothek vorbehalten. Der kleine Sommersaal im zweiten Obergeschoss des Hintergebäudes umfasst etwa 60 m². Das Haus liegt auf der Südseite des Thomaskirchhofs, schräg gegenüber dem Südeingang der Thomaskirche.
Der Sommersaal, ein etwa 60 Quadratmeter großer Saal im zweiten Obergeschoss des Hintergebäudes, besitzt ein ovales, von Adam Friedrich Oeser bemaltes Deckenteil, das angehoben werden kann. Dabei wird eine Balustrade frei, die besondere akustische Effekte erzeugt. Der Saal entstand 1717.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 92.893 Mitwirkenden weltweit.