Haus Demmin, Mittelalterliche Burgruine in Demmin, Deutschland
Haus Demmin ist eine Burgruine auf einer Flussinsel im Herzen von Demmin, direkt an der Stelle, wo sich Tollense und Peene vereinigen. Teile der Befestigungsmauern sind noch erhalten und auf dem Gelände sind sowohl der Bereich der Hauptburg als auch die vorgelagerte Vorburg erkennbar.
Die Burg wurde 1127 als pommersche Befestigungsanlage gegründet und diente dem Herrscherhaus Pommern-Demmin als Residenz, bis die Linie 1264 mit dem Tod von Wartislaw III. erlosch. Im Dreißigjährigen Krieg fügten schwedische und kaiserliche Truppen der Anlage erheblichen Schaden zu, und der Wehrturm wurde 1648 geschleift.
Die Mauerreste aus mittelalterlichem Backsteinmauerwerk zeigen eine Bauweise, die in dieser Region zwischen Tollense und Peene weit verbreitet war. Besucher können vor Ort erkennen, wie die Anlage einst in zwei Bereiche aufgeteilt war: eine Hauptburg und eine vorgelagerte Außenanlage.
Die Ruine liegt im Zentrum von Demmin auf einer Insel und ist vom Flussufer aus gut zu erreichen. Nach Regenfällen kann der Boden auf dem Gelände matschig werden, daher empfiehlt sich festes Schuhwerk.
Auf der Insel wächst ein alter Baum, dessen Wurzeln in Teile der mittelalterlichen Mauerreste eingedrungen sind und sie langsam auseinandertreiben. Dieses ungewöhnliche Zusammenwachsen von Natur und Ruine ist vor Ort gut zu beobachten.
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