Talsperre Kelbra, Staudamm in Goldene Aue, Deutschland.
Die Talsperre Kelbra ist ein Erddamm an der Helme, errichtet von 1962 bis 1966 zwischen Berga und Kelbra. Ihr Hauptdamm hat eine 4.066 m lange Krone und ist 7 m über der Talsohle hoch; ein spitzwinklig verlaufender Nebendamm ist 3.379 m lang. Beide Dämme besitzen eine geneigte Innendichtung aus Lehm an der Wasserseite. Der Stausee bedeckt etwa 6 km² und fasst bei einem Pegel von 155,25 m über NHN 12,3 Mio. m³.
Die Talsperre Kelbra wurde von 1962 bis 1966 zwischen Berga und Kelbra in der Goldenen Aue errichtet. Ursprünglich war nur ein trockenliegendes Hochwasserrückhaltebecken geplant; gebaut wurden dann ein Hauptdamm für einen ständigen Stausee und ein Nebendamm, der im Hochwasserfall die Wassermassen aufnimmt. Der Probestau dauerte bis 1969, danach wurde die Anlage offiziell in Betrieb genommen.
Seit 1978 steht der Stausee als Rückzugsgebiet für Vögel unter dem Schutz der Ramsar-Konvention. Während des Vogelzugs rasten hier nach dem deutschen Artikel bis zu 17.000 Kraniche, nach dem englischen 10.000; auch große Lerchen- und Finkenschwärme ziehen durch. Beobachter sehen regelmäßig Seeadler, Fischadler, Wanderfalken und Dommeln.
Besucher können das Stauseebecken zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden, wobei die Wege um das Wasser herum zugänglich sind. Der Ort ist ganzjährig erreichbar, aber Jahreszeiten beeinflussen das Vogelbeobachtungserlebnis und die Wasserstände.
Beim Herbstzug rasten nach dem deutschsprachigen Artikel bis zu 17.000 Kraniche am Stausee, der englischsprachige nennt 10.000. Seit 1978 ist der See Ramsar-Schutzgebiet; zusammen mit dem Rückhaltgebiet umfasst es 14,53 km².
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