Moor- und Fehnmuseum Elisabethfehn, Moor- und Fehnmuseum in Barßel, Deutschland.
Das Moor- und Fehnmuseum Elisabethfehn liegt auf einem 15.000 m² großen Gelände am Elisabethfehnkanal, mit einem 1896 erbauten Kanalwärterhaus und einem 1993 ergänzten Fehnhaus. Die Ausstellung zeigt den Torfstich mit Maschinen wie einer Lokomobile von 1904, einer Weißtorffabrik und der Schmalspurdampflok „Katharina“. Drei historische Schiffe sind erhalten: die eiserne Tjalk „Jantina“ (1900), das hölzerne Muttschiff „Johanna“ und eine Pogge.
Das Museum entstand, um die Traditionen der Moorbesiedlung und Torfgewinnung zu bewahren, die diese Region seit Hunderten von Jahren prägte. Die Siedlung Elisabethfehn selbst wurde systematisch entwickelt und die erhaltenen Gebäude dokumentieren verschiedene Phasen dieser Entwicklung.
Der Name Elisabethfehn ehrt keinen Gründer, sondern bezeichnet die Fehnkolonie. Einmal monatlich zeigt ein Schaubacken in einem alten Saterländer Steinbackofen traditionelle Esskultur. Zudem besitzt das Museum die einzige erhaltene Haarlocke der Moorleiche von Kreepen, die 1945 zerstört wurde.
Das Museum liegt am Kanal und ist zu Fuß oder mit dem Fahrrad leicht zu erreichen, ideal für einen halbtägigen Besuch. Die offenen Gelände sind begehbar, aber gutes Schuhwerk ist empfehlenswert, da der Boden je nach Wetterlage unterschiedlich beschaffen sein kann.
Unter den Sammlungen befindet sich das Skelett eines Jungen aus dem Esterweger Dose, das etwa 900 Jahre alt ist und einen seltenen Einblick in die Bevölkerung dieser Region im Mittelalter bietet. Diesen Fund in einem Moormuseum zu sehen verbindet die archäologische Geschichte direkt mit dem Lebensumfeld der Moorgesellschaft.
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