Stickhausen Castle, Mittelalterliche Burg in Niedersachsen, Deutschland.
Die Burg Stickhausen ist eine Niederungsburg an der Jümme am Westrand von Stickhausen, einem Ortsteil der Gemeinde Detern im Landkreis Leer in Ostfriesland, Niedersachsen. Von der einstigen Festung sind nur der auf 1498 datierte große Rundturm und Reste der Wallanlagen erhalten. Der Turm steht auf einem Gelände, das früher von zwei Gräben und Wällen umgeben war.
Hamburg errichtete die Burg um 1435 zum Schutz seiner nach Westen führenden Handelswege; anders als andere Burgen Ostfrieslands war sie nie Häuptlingssitz. Etwa 1453 verpfändete die Stadt sie an Ulrich I., der sie als Ersatz für die ältere Grenzfeste Schlüsselburg in Detern ausbaute. Graf Edzard I. ließ um 1498 den Rundturm erbauen, Gräfin Anna 1558 aus Steinen des Klosters Barthe eine Geschützplattform namens Dwenger. Nach 1744 befahl Preußen die Schleifung der Festung.
Der Name setzt sich aus Sticke (Pfahl) und Haus zusammen und bezeichnet ein mit Palisaden befestigtes Haus. Seit 2000 findet auf dem Gelände jeden Juni der Gartenmarkt Burggarten Stickhausen statt; ein 2019 gegründeter Burgverein richtet im Rundturm ein Museum ein.
Ein Besuch lohnt sich besonders in den trockeneren Monaten, da Teile des Geländes im Freien liegen und bei Regen schwer zugänglich sein können. Es empfiehlt sich, vorab zu prüfen, welche Bereiche der Anlage tatsächlich begehbar sind.
Die Burg liegt an der Jümme, nicht an der Leda, dort wo beide Flüsse das ostfriesische Zweistromland bilden. Der Name Stickhausen setzt sich aus sticke (Stecken) und Haus zusammen und bezeichnet ein mit Palisaden befestigtes Haus. Der Rundturm diente als Gefängnis; im Erdgeschoss waren die Kerkerzellen mit Streckbank und Zwingen zu sehen, als dort ein Heimatmuseum untergebracht war.
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