St. Jakobus major, Katholische Kirche in Gersthofen, Deutschland
St. Jakobus Maior ist ein neuromanischer Saalbau, der 1854/55 nach Plänen von Georg von Stengel errichtet wurde; seit dem Umbau 1924/25 steht an der Südseite ein quadratischer Turm mit Spitzhelm. An das Langhaus schließt ein eingezogener Chor aus kurzem, querrechteckigem Vorjoch mit Kreuzgratgewölbe und halbrunder Apsis an.
Der Ort hat antike römische Wurzeln, wie 1854 während Renovierungsarbeiten entdeckte Überreste eines Merkurtempels aus dem 1. Jahrhundert zeigen. Diese Funde deuten darauf hin, dass hier bereits in der Antike ein heiliger Platz bestand.
Die Deckengemälde zeigen biblische Figuren aus beiden Testamenten, die mit der Geschichte des heiligen Jakobus verbunden sind. Sie wurden 1989 von Professor Georg Bernhard geschaffen und prägen das Innenbild des Kirchenraums deutlich.
Das Kirchengebäude ist regelmäßig für Gottesdienste geöffnet und wird von einer Gemeinde genutzt. Besucher sollten die Öffnungszeiten erfragen, da sie je nach Veranstaltungen variieren können.
Während der Renovierungsarbeiten fanden Archäologen einen Marmoraltar mit Inschriften eines romanisierten Kelten namens Publius Aelius Senno aus der Zeit des Kaisers Hadrian. Dieser Fund verbindet die Kirchengeschichte unmittelbar mit der kaiserzeitlichen Besiedlung des Ortes.
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