Filzteich, Bergbaustausee in Schneeberg, Deutschland
Der Filzteich ist ein Bergbaubecken in der Grenzregion zwischen Schneeberg und Hartmannsdorf bei Kirchberg mit großer Fläche und mehreren Zugängen von beiden Seiten. Heute bietet das Gewässer einen Badestrand mit Liegewiesen, einen Wasserrutschturm und Möglichkeiten zum Tretbootfahren für verschiedene Besuchergruppen.
Heinrich von Starschedel, Hauptmann zu Schneeberg, ließ den Teich 1483 bis 1485 auf altem Zinnseifengelände als Aufschlagwasserreservoir für den Bergbau anlegen. Am 4. Februar 1783 riss der Damm nach Regen und rascher Schneeschmelze auf über 22,5 m Breite; in Zschorlau ertranken 18 Menschen. Das verfaulte hölzerne Gerinne wurde durch ein steinernes aus Granit ersetzt, der Damm bis 1786 für über 17.000 Taler wiederhergestellt.
Das Becken war über Jahrhunderte ein zentraler Ort für die Bergbaukultur der Region und zeigt heute noch die Spuren dieser Vergangenheit. Besucher können ringsum Wanderwege entdecken, die durch die hügelige Landschaft des Erzgebirges führen und die enge Verbindung zwischen Wasser und Bergbau erlebbar machen.
Der Zugang zum Becken ist einfach von beiden angrenzenden Gemeinden aus möglich, mit ausreichend Parkplätzen und Wegen rund um das Wasser. Es empfiehlt sich, in wärmeren Monaten zu besuchen, wenn alle Einrichtungen wie die Rutsche und Tretboote in Betrieb sind.
Nach dem Dammbruch von 1783 wurde das hölzerne Gerinne durch ein steinernes aus Granit ersetzt, 1786 vollendet für über 17.000 Taler. Ein Stein mit Inschrift beim Kanal erinnert noch an die Katastrophe, bei der in Zschorlau 18 Menschen ertranken. Die Flut drückte die Tür des Wasserhauses zu, die 40 eingefahrenen Bergleute überlebten.
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