Tagblatt-Turm, Moderner Architektur-Hochhaus in Stuttgart-Mitte, Deutschland
Der Tagblatt-Turm ist ein 61 m hohes, 18-geschossiges Hochhaus an der Eberhardstraße 61 in Stuttgart-Mitte, das 1927 bis 1928 nach Plänen von Ernst Otto Oßwald über hakenförmigem Grundriss entstand. Fensterbänder und Balkone gliedern die Fassade horizontal; ihr Sichtbeton ist seit 1978 hinter Mörtel verborgen. Der Bau gilt als das erste in Sichtbeton ausgeführte Hochhaus der Welt.
Der Architekt Ernst Otto Oßwald plante den Turm ab 1924 für das Stuttgarter Neue Tagblatt; gebaut wurde er 1927 bis 1928. Von 1928 bis 1943 beherbergte er Redaktion und Verlag der Zeitung. Nach dem Krieg diente er der Stuttgarter Zeitung bis 1978; nach Umbauten 2002 bis 2004 wurde er zu Kultur unterm Turm.
Der Name des Turms stammt vom Stuttgarter Neuen Tagblatt, einer bis 1933 liberal-demokratischen Tageszeitung, deren Redaktion und Verlag von 1928 bis 1943 hier saßen. Nach den 2004 abgeschlossenen Umbauten heißt der umgebende Komplex Kultur unterm Turm und beherbergt mehrere Theater und Einrichtungen der Kulturpädagogik.
Das Gebäude befindet sich an der Eberhardstraße 61 in zentraler Lage und ist einfach zu Fuß erreichbar oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Theater- und Kulturveranstaltungen finden regelmäßig statt, daher lohnt sich ein Besuch zu verschiedenen Zeiten des Jahres.
1927 baute die Firma R. Stahl im Turm den damals höchsten Paternoster der Welt ein; 1959 ersetzten ihn zwei Personenaufzüge, 2005 der heutige Aufzug. Seit der Fertigstellung 1928 waren die Konturen des Turms mit Gasentladungsröhren nach dem Patent von Daniel McFarlan Moore beleuchtet; in den 1960er Jahren wurden die Röhren demontiert.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.147 Mitwirkenden weltweit.