Burg Birgel, Wasserburg in Düren, Deutschland
Burg Birgel ist eine vierflügelige Anlage aus Bruchsteinen, die von Gräben umgeben ist, in Düren. Das Herrenhaus fügt sich dem Zug der Wirtschaftsgebäude in der Nordostecke ein, und an der Ostfront liegt der zweigeschossige Torbau.
Erstmals genannt wird das Geschlecht derer von Birgel 1271, als Winnemar Frambach von Birgel Marschall des Grafen von Jülich war. Der älteste Beleg für Birgel ist eine Urkunde vom 24. Juni 1301: Graf Gerhard von Jülich überließ Johann von Birgel das „Haus Birgel“ und erwarb dafür die Erbvogtei Düren; Teile des Unterbaus der Nordfront dürften von diesem ältesten Burggebäude stammen. 1840 kaufte der Dürener Industrielle Leopold Schoeller die Burg, dessen Sohn Alexander Paul ein neues Herrenhaus in Backstein errichten ließ und die hölzerne Zugbrücke durch eine steinerne ersetzte.
Der Name Birgel ist mit der Familie von Birgel verbunden, deren Mitglieder als Teilnehmer an Ritterturnieren genannt werden, darunter Wolff von Birgel unter den 420 Teilnehmern des Turniers von 1179 in Köln unter Kaiser Friedrich I. Barbarossa. Seit 1968 beherbergt die frühere Burg die Grundschule, in der Kinder aus Birgel, Kufferath und Berzbuir unterrichtet werden.
Das Gebäude dient heute als öffentliche Grundschule für Schüler aus den umliegenden Gemeinden. Besucher sollten beachten, dass der Zugang begrenzt ist, da es eine aktive Schuleinrichtung mit regelmäßigem Unterrichtsbetrieb ist.
Alexander Paul Schoeller, ab 1885 Herr auf Burg Birgel, ersetzte die hölzerne Zugbrücke durch eine steinerne Brücke und ließ ein neues Herrenhaus in Backstein bauen. Das alte Wohnhaus wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört, doch die Steinbrücke und das Backsteinhaus gehören bis heute zur Anlage.
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