Burg Bonames, Archäologische Stätte und Burg in Frankfurt-Nord-Ost, Deutschland.
Burg Bonames ist eine mittelalterliche Burganlage in einem Wohnviertel im Norden Frankfurts. Die Mauern sind zwischen 1,30 und 1,60 Meter dick, und zwei runde Türme prägten einst die defensive Struktur des Bauwerks.
Die ältesten Funde auf dem Gelände stammen aus dem 13. Jahrhundert, und ein Ritter Henricus von Bonames erscheint 1219 in einer Urkunde. 1345 räumte Johann von Bonames der Stadt Frankfurt ein Öffnungsrecht ein, danach lagen städtische Soldaten in der Burg; 1367 machte die Stadt von einem Vorkaufsrecht Gebrauch. Für 1476, 1480 und 1483 sind Instandsetzungen und Turmwachen belegt, bevor die Burg im Schmalkaldischen Krieg 1546 niederbrannte.
Der Name Bonames erscheint 1219, als sich Henricus von Bonames miles, also Ritter, nannte, was auf eine bereits bestehende Burg deutet. Heute markieren rote Pflastersteine im Hof einer Wohnanlage die Stelle, und Schaukästen erläutern die Ausgrabungen. Die Funde sind vor allem glasierte und unglasierte Irdenware des 14. und 15. Jahrhunderts, die als Abfall in den Graben gelangte.
Die Ruinen sind heute durch farbige Bodenmarkierungen im Innenhof eines Wohnkomplexes gekennzeichnet, was die ursprünglichen Mauerverlauf sichtbar macht. Besucher können die Überreste leicht erkennen und die Anordnung nachvollziehen, ohne Hindernisse im Wohngebiet.
Der äußere Graben war doppelt so breit und tief wie der innere und verlief in 25 Metern Abstand zur Mauer. Der innere Graben reichte bei fünf Metern Breite und bis zu zwei Metern Tiefe bis an die Mauer. Beide Gräben wurden bei den Grabungen 1987 und 1993 erfasst.
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