Burg Reichenstein, Mittelalterliche Burg in Puderbach, Deutschland.
Burg Reichenstein steht auf einem Bergsporn in der Westerwald-Region und ist eine Steinburg aus dem Mittelalter mit Mauern, Türmen und mehreren Räumen. Die Anlage zeigt typische Merkmale einer Wehrburg mit Verteidigungseinrichtungen und bewohnbaren Bereichen, die heute teilweise zugänglich sind.
Die Burg Reichenstein ist erstmals am 5. Juni 1208 urkundlich belegt, als Wilhelm von Reichenstein dort Frank von Cronberg gefangen hielt. Ludwig III. von Reichenstein wird der Bau der Burg zwischen 1310 und 1320 als Schutzburg und mögliche Zollstation zugeschrieben. Am 21. Dezember 1331 zwang Wilhelm I. von Isenburg-Braunsberg Ludwig, ihm die neu erbaute Burg zu Lehen aufzutragen. Bereits seit dem 16. Jahrhundert galt sie als Ruine und wurde 1618 vom Grafen zu Wied zerstört.
Die Burg zeigt Techniken mittelalterlicher Wehrarchitektur mit Mauern und Türmen, die Besuchern noch heute die Bauweise jener Zeit vor Augen führen. Die Innenräume geben Einblick in das Leben und die Funktion einer Festung zwischen Handwerk und Verteidigung.
Die Ruine ist zu bestimmten Zeiten geöffnet, zudem finden Feste und Veranstaltungen in und um die Burg statt. Ein Förderverein betreut die Anlage; die Sanierungsarbeiten umfassten auch die Walpodenstube mit Platz für etwa 30 Gäste. Die Burg liegt am Hang über dem Holzbach, gut 2 km nordwestlich von Puderbach.
Bereits im 16. Jahrhundert galt die Burg als Ruine; 1618 zerstörte sie der damalige Besitzer, der Graf zu Wied, als der Graf von Sayn sie erwerben wollte. Erhalten ist neben den Grundmauern ein teilweise zugeschütteter, ehemals 40 Meter tiefer Brunnen; die eingerichtete Walpodenstube bietet Platz für etwa 30 Gäste.
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