Burg Epprechtstein, Mittelalterliche Burgruine am Epprechtstein, Bayern, Deutschland
Die Burg Epprechtstein ist eine Ruine auf dem unbewaldeten Gipfel des 782,1 m hohen Epprechtstein, auf einer langgestreckten, schroff abfallenden Granitplatte. Erhalten ist der ehemalige Wohnturm, von dem eine Treppe zur 1982 errichteten hölzernen Aussichtsplattform führt. Von dort reicht der Rundblick über den Waldsteinzug, zum Großen Kornberg, nach Schwarzenbach an der Saale, Oberkotzau und Hof sowie nach Süden zur Kösseine.
1248 wird Epprechtstein erstmals urkundlich greifbar: Eine Schenkungsurkunde Herzog Ottos II. von Meranien nennt einen Eberhardus de Eckebretsteine. 1308 belehnte König Heinrich VII. die Brüder Ulrich, Heinrich und Nickel Sack mit der Veste, die Wild wurden Mitbesitzer; 1337 gab Kaiser Ludwig der Bayer dem Vogt Heinrich von Plauen einen kleinen Anteil. 1352 erstürmten die Burggrafen von Nürnberg die Burg und kauften sie 1355/1356 ganz, wodurch sie Sitz eines Amtmanns im Sechsämterland wurde. Im 16. Jahrhundert zerstörten Truppen des Vogts Heinrich von Plauen die Anlage.
Die Anlage trägt den Namen des Berges, auf dem sie steht, und wird von Wanderern geschätzt, die die Aussicht von oben nutzen. Der Ort ist Teil der lokalen Identität und zieht Menschen an, die die Geschichte der Region erkunden möchten.
Die Ruine steht auf dem unbewaldeten, 782 m hohen Gipfel des Epprechtstein über Kirchenlamitz. Über den ehemaligen Wohnturm führt eine Treppe zur 1982 errichteten hölzernen Aussichtsplattform. 250 Meter südöstlich befindet sich die Diensthütte der Bergwachtbereitschaft Kirchenlamitz.
Die Ruine wurde Ende des 18. Jahrhunderts von dem Heimatforscher Johann Theodor Benjamin Helfrecht und dem Kartographen Johann Christoph Stierlein erforscht; der Maler Georg Könitzer zeichnete eine Lithografie der Ruine. 250 Meter südöstlich des Gipfels steht die Diensthütte der Bergwachtbereitschaft Kirchenlamitz.
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