Burg Schwaneck, Schloss in Pullach im Isartal, Deutschland
Burg Schwaneck ist ein Schloss auf einem Hügel bei Pullach, das Merkmale der Architektur des 19. Jahrhunderts zeigt. Das Gebäude verfügt über elf Seminarräume, Unterkünfte für rund 130 Personen und verschiedene Außenbereiche.
Der Bildhauer Ludwig von Schwanthaler ließ die Burg 1843 als Kindheitstraum errichten, nicht um seinen Adelsrang zu zeigen; der Name Burg entsprach der Mittelalterschwärmerei seiner Zeit. Nach seinem Tod 1848 kam sie an die Familie eines Cousins. 1863 erwarb Karl Mayer von Mayerfels, ebenfalls mittelalterbegeistert, die Anlage und ließ sie erweitern und umbauen; seine Sammlung füllte beim Auszug angeblich 30 Güterwaggons.
Der Name „Burg“ ist ein Hausname, keine mittelalterliche Festung: Der Bildhauer Ludwig von Schwanthaler ließ sie ab 1843 als Kindheitstraum errichten und nutzte den Burgfried für rauschende Feste. Heute betreibt der Kreisjugendring München-Land hier eine Jugendbildungsstätte und Jugendherberge, die mit dem Naturerlebniszentrum das Bildungszentrum Burg Schwaneck bildet.
Das Haus liegt am Hochufer der Isar an der Südgrenze Münchens in Pullach am Burgweg; zu Fuß ist es von den umliegenden Straßen erreichbar. Es dient als Jugendherberge und Jugendbildungsstätte, Seminarräume und rund 130 Betten stehen Schulklassen und Feriengruppen zur Verfügung. Von der Höhe reicht der Blick über das Isartal bis zu den Alpen.
Von Oktober 2015 bis März 2017 nutzte der Landkreis München die Jugendherberge als Notunterkunft für unbegleitete geflüchtete Jugendliche; nach einer Umbauphase nahm sie am 1. Juli 2017 den Betrieb wieder auf. Die Anlage ist unter der Aktennummer D-1-84-139-3 als Baudenkmal verzeichnet.
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