Burg Frenz, Mittelalterliche Burg in Inden, Deutschland.
Burg Frenz ist der Rest einer Wasserburg an der Inde im Ortsteil Frenz der Gemeinde Inden in Nordrhein-Westfalen. Die Anlage verteilte sich einst auf drei Inseln: ein Herrenhaus mit alter Vorburg, eine quadratische Garteninsel im Norden und eine neue Vorburg mit Wirtschaftshof aus dem 19. Jahrhundert im Süden. Erhalten ist nur die südliche Vorburg, die sich in Privatbesitz befindet und von drei Familien bewohnt wird.
Eine Urkunde von 1104 nennt Harpern de Fragenzo als Zeugen, was auf eine befestigte Anlage einer Familie dieses Namens schließen lässt; die Burg selbst ist 1226 belegt, als Heinrich IV. von Limburg sie als Lehen von Kurköln nahm. Über Ricarda von Frenz kam sie 1324 an Kuno von Müllenark, und 1361 löste Richard I. von Merode die Pfandschaft ein, womit über 450 Jahre Merode-Besitz begannen.
Der Name Frenz stammt von dem Adelsgeschlecht von Frenz, das 1104 mit Harpern de Fragenzo urkundlich erwähnt wird und den limburgischen Löwen im Wappen führte. Ab 1361 besaß die Linie von Merode die Burg über 450 Jahre, residierte meist auf Schloss Châtelineau und kam nur zur Jagd nach Frenz. Heute wohnen drei Familien in der erhaltenen südlichen Vorburg.
Die Anlage ist heute Privatbesitz und wird von drei Familien bewohnt. Eine Besichtigung von außen ist möglich, der Zugang zum Gelände erfordert jedoch vorherige Genehmigung der Eigentümer. Eine nähere Erkundung der Ruinen setzt Rücksicht auf das Privatgrundstück und vorherige Absprache voraus.
Bei Reparaturen nach einem Sturmschaden an einem Ecktürmchen des Herrenhauses wurden Anfang der 1870er Jahre im Schutt 64 Goldmünzen aus verschiedenen europäischen Staaten gefunden, die im 15. bis 17. Jahrhundert geprägt worden waren.
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