Burg Gamburg, Mittelalterliche Burg in Werbach, Deutschland.
Die Burg Gamburg steht an einem bewaldeten Hang über der Tauber, eine Anlage aus hell verputzten Mauern und dunklen Ziegeldächern. In der Mitte erhebt sich ein hoher quadratischer Bergfried mit steilem Walmdach und einem kleinen runden Ecktürmchen; niedrigere Flügel mit rot gerahmten Fenstern und runden Treppentürmen schließen an, und rechts verbindet ein Gebäude mit Treppengiebeln. Unten rahmen zwei runde Steintürme ein bogiges Tor.
Die Burg wurde Mitte des 12. Jahrhunderts von den Erzbischöfen von Mainz erbaut und 1157 erstmals als „castrum Gamburc“ erwähnt, als Erzbischof Arnold von Selenhofen sie dem Edelfreien Beringer von Gamburg als Lehen übergab. Die Herren von Gamburg starben 1219 aus, danach wurde die Burg mit Burgmannen besetzt. 1546 erwarb Eberhard Rüdt von Collenberg die Burg vom Mainzer Erzbischof durch Tausch; seitdem ist sie in Privateigentum und bewohnt.
Der Saal ist der Palas, kein Rittersaal. Seine 1986 entdeckten spätromanischen Wandmalereien gehören zu den ältesten erhaltenen profanen Wandmalereien nördlich der Alpen. Sie entstanden vor 1219, tragen lateinische und deutsche Inschriften und zeigen Begebenheiten aus dem Dritten Kreuzzug Friedrich Barbarossas. Als Auftraggeber gilt Beringer der Jüngere von Gamburg, der daran teilnahm.
Die Burg ist zu Fuß vom Tal aus erreichbar und Besucher sollten mit unebenen Wegen und Treppen rechnen. Geführte Touren finden an bestimmten Wochenenden statt und bieten Zugang zu Innenräumen und den umliegenden Gärten.
Im Bauernkrieg blieb die Burg dank des persönlichen Einschreitens Götz von Berlichingens unversehrt; sie wurde nie zerstört und war allzeit bewohnt. 1896 starb der Maler Joseph Archer Crowe auf der Burg.
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