Unteres Schloss Gamburg, ehemaliger Freihof in Gamburg bei Werbach
Das Untere Schloss Gamburg ist ein ehemaliges Herrenhaus im Taubertal, das sich durch einen großen Mansarddach und klassische Proportionen auszeichnet. Die Steinquader an den Ecken und die schlichte, aber stabile Fassade prägen das Erscheinungsbild dieses hohen Gebäudes, das unterhalb des Oberen Schlosses am Hohlweg steht.
Das Gebäude wurde 1522 von Johann Kuchenmeister erbaut und wechselte über Jahrhunderte mehrmals den Besitzer, bevor es 1686 an das Juliusspital in Würzburg verkauft wurde. In den 1750er Jahren errichtete das Spital ein neues Hauptgebäude auf dem Gelände, das 1753 fertiggestellt wurde und später von einem Berliner Arzt namens Carl Jakob Christian Adolf Gerhardt als Ferienresidenz genutzt wurde.
Das Untere Schloss Gamburg trägt seinen Namen zur Unterscheidung vom Oberen Schloss in der Nähe und war lange Zeit Sitz von lokalen Familien und Verwaltungsbeamten. Die Architektur mit ihrem klassischen Stil und den Eckquadersteinen spiegelt die Rolle wider, die das Gebäude als Verwaltungszentrum und später als Wohnort von bedeutenden Personen spielte.
Das Gebäude ist heute privates Eigentum und kann von außen bewundert werden, doch sollte man die Privatsphäre der aktuellen Bewohner respektieren. Der Hohlweg ist leicht zugänglich und in der Nähe befinden sich andere historische Stätten wie die Burg Gamburg, die bei einem Spaziergang erkundet werden können.
Ein bekannter Maler besuchte das Anwesen im 19. Jahrhundert und schuf während seines Aufenthalts Gemälde mit Blick auf Gamburg, was der Stätte künstlerische Aufmerksamkeit brachte. Diese künstlerischen Arbeiten dokumentieren das Aussehen der Gegend aus vergangenen Zeiten.
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