Burg Gieselwerder, Mittelalterliche Burgruine in Gieselwerder, Deutschland
Burg Gieselwerder ist eine mittelalterliche Burgruine am westlichen Ufer der Weser in Gieselwerder. Die erhaltenen Fundamente und Mauerreste zeigen die ursprüngliche Struktur einer Befestigungsanlage, deren Grundfläche etwa 40 mal 20 Meter umfasst.
Die Burg wurde im 11. Jahrhundert gegründet und wechselte mehrfach zwischen dem Erzbistum Mainz und dem Herzogtum Braunschweig den Besitzer. Im Jahr 1583 kam die Anlage an Hessen und verlor danach ihre Bedeutung als militärische Festung.
Der Ort trägt den Namen der mittelalterlichen Festung, die einst das Tal prägte. Heute nutzt die Stadt den Platz für öffentliche Funktionen und bewahrt damit die Verbindung zur eigenen Geschichte.
Der Burgruine kann man sich leicht vom Ufer der Weser nähern und die Grundmauern aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten. Am besten erkundet man die Stelle zu Fuß, wenn der Wasserspiegel niedrig ist und die Umgebung besser zugänglich wird.
Bei Bauarbeiten an einer Brücke im Jahr 1899 stießen Arbeiter in der Weser auf Eichenplanken mit Eisenkugeln aus dem Dreißigjährigen Krieg. Diese Funde deuten darauf hin, dass die Burg eine Rolle in regionalen Konflikten dieser Zeit spielte.
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