Sababurg, Burgruine in Hofgeismar, Deutschland
Die Sababurg ist die Ruine einer Höhenburg auf einer Basaltkuppe auf etwa 315 m ü. NHN im Reinhardswald. Erhalten sind zwei mächtige Ecktürme mit dunklen welschen Hauben, ein kleinerer Treppenturm, die Außenmauern des Palas, Teile der Ringmauer mit Flankentor sowie das Kanzleigebäude von 1582. West-, Ost- und Südflügel wurden 1824 bis 1826 abgerissen.
Der Bau der Zappenburg begann am 19. April 1334 unter dem Bistum Mainz und wurde aus den Einnahmen der Pilger von Gottsbüren finanziert, wo 1330 der unverweste Leichnam Jesu gefunden worden sein soll. 1336 wurde Arnold von Portenhagen erster Burgmann. Nach der Niederlage von Mainz 1346 wurde die Burg zwischen Hessen und Paderborn aufgeteilt und fiel 1462 ganz an Hessen. Ab 1490 ließ Landgraf Wilhelm I. auf den alten Grundmauern ein Jagdschloss, die Zapfenburg, errichten; der Name Sababurg erscheint erstmals 1582.
Der volkstümliche Name Dornröschenschloss geht auf das Märchen der Brüder Grimm zurück, das die Bevölkerung seit dessen Verbreitung ab 1812 mit der verwachsenen Ruine verband. Im Komplex befindet sich das SabaBurgTheater, doch seit der Schließung 2018 sind Veranstaltungen eingeschränkt; für 2026 sind einige geplant.
Das Gelände ist an Wochenenden und Feiertagen für Besucher zugänglich und bietet Möglichkeiten zum Erkunden der nahegelegenen Waldwege. Es ist hilfreich, bequeme Schuhe zu tragen, da die Wege bergig und teilweise uneben sind.
Das Schloss wurde 1987 zu Deutschlands erstem städtischen Trauort außerhalb von Rathaushallen und zieht seitdem Paare an, die sich hier vermählen möchten. Diese ungewöhnliche Nutzung hat dem Ort einen besonderen Charakter verliehen und macht ihn zu einem bemerkenswerten Hochzeitsziel.
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