Wolkenbrüche bei Trendelburg, Erdfallpaar in Trendelburg, Deutschland
Die Wolkenbrüche bei Trendelburg sind zwei Erdfälle etwa 1 km östlich des Trendelburger Kernorts am Sauerbach. Der Nasse Wolkenbruch ist 47 bis 60 m tief, an der Oberkante rund 150 m breit und enthält einen See von 45 bis 60 m Durchmesser und bis 16 m Tiefe; der Trockene Wolkenbruch liegt knapp 400 m westlich, ist rund 23 m tief und 70 m breit und wasserlos.
Die Wolkenbrüche entstanden über Millionen von Jahren, als Salzschichten in der Tiefe aufgelöst wurden und großräumige Hohlräume unter der Erdoberfläche hinterließen. Dieser geologische Prozess führte schließlich zum Kollaps der darüber liegenden Gesteinsschichten und schuf die heutigen Senken.
Eine Sage erklärt die Trichter mit Trendula, einer der drei Riesinnen des Reinhardswalds und Namensgeberin Trendelburgs. Aus Missgunst gegenüber ihren Schwestern Saba und Brama lauerte sie Brama in einer Unwetternacht auf und tötete sie hinterrücks; ein Blitz erschlug die Mörderin, und der Erdboden öffnete sich und verschlang sie. Wolkenbruch bezeichnet zugleich einen Starkregen.
Der Ort liegt östlich des Ortskerns und ist über markierte Wege erreichbar, wobei Parkplätze entlang der nahe gelegenen Straße vorhanden sind. Besucher sollten bequeme Schuhe mitbringen, da die Pfade zu den Senken teilweise steil abfallen und nach Regen rutschig sein können.
Der Nasse Wolkenbruch ist der größte Erdfalltrichter in der südniedersächsisch-nordhessischen Buntsandsteinlandschaft an der Oberweser. Sein fast kreisrunder Oberrand misst rund 470 m Umfang bei etwa 150 m Durchmesser, und der See im Inneren ist 45 bis 60 m breit und bis zu 16 m tief. Der trockene Trockene Wolkenbruch rund 400 m westlich ist nur etwa 23 m tief und 70 m breit.
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