Burg Trendelburg, Mittelalterliche Burg in Trendelburg, Deutschland.
Die Burg Trendelburg ist eine Burganlage auf einem Sandsteinsporn über der Diemel, auf 172 m Höhe, mit trapezförmigem Grundriss. Der 40 m hohe, Rapunzelturm genannte Bergfried ist in die Westmauer integriert und hat bis zu 7 m dicke Wände und über 130 Stufen. Das Feste Haus und drei Ecktürme tragen noch Sandsteinplattendächer; am Tor steht ein Torturm mit Fachwerkaufsatz.
Konrad III. von Schöneberg ließ die Burg um 1303 auf einem Sandsteinsporn über einer Furt der Diemel errichten. Nachdem er seine Stammburg an das Bistum Paderborn verloren hatte, wurde Trendelburg im Frieden von 1306 gemeinsamer Amts- und Gerichtsort des Bistums Paderborn und des hessischen Landgrafen Heinrich I. 1465 kam es endgültig an Hessen und erhielt 1472 die Stadtrechte.
Der Beiname Rapunzelturm des Bergfrieds stammt aus dem Märchen der Brüder Grimm; wegen dieser Verbindung führt die Deutsche Märchenstraße durch Trendelburg. Die lokale Tradition kennt zudem fünf Trendula-Sagen, darunter „Trendula lässt Berge entstehen“ und „Tod in der Mordkammer“, die von der Rapunzel-Verbindung zu unterscheiden sind.
Die Burg liegt auf einem Sandsteinsporn über der Diemel und ist von der Trendelburger Altstadt aus erreichbar; ein aus dem Fels geschlagener Halsgraben trennt sie von den Häusern, über den ein Steg führt. Die restaurierte, mit Zinnen versehene Westmauer ist begehbar, und der Rapunzelturm genannte Bergfried hat über 130 Stufen. Das Haupttor wird von zwei Ecktürmen flankiert, einer mit Fachwerkaufsatz.
Der Rapunzelturm genannte Bergfried ist in die Westmauer integriert: über 40 m hoch, bis zu 7 m dicke Wände und mehr als 130 Stufen, dazu ein Verlies und ein eigener Fluchteingang vom Burghof. Vier Pechnasen dienten der Verteidigung, drei originale Schießscharten sind in der Westmauer erhalten.
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