Bunker Garzau, Militärbunker in Garzau-Garzin, Deutschland.
Bunker Garzau ist eine unterirdische Anlage aus Beton, die unter der Erdoberfläche verborgen liegt und zwei Ebenen hat. Im Inneren befinden sich Räume mit alten Militärcomputern und Kommunikationsausrüstung aus dem Kalten Krieg.
Der Bunker Garzau, Objektbezeichnung 05/206, wurde von 1972 bis 1975 vom Ministerium für Nationale Verteidigung der DDR als Organisations- und Rechenzentrum (ORZ) der Nationalen Volksarmee errichtet. Die Mitarbeiter fassten dort tägliche Meldungen über Stärke, Bestände und Vorkommnisse aller Teilstreitkräfte zu einem Operativen Auskunftssystem des Stabes zusammen. Im Ernstfall sollten die tagesaktuellen Daten in einem baugleichen Rechner im Bunker Harnekop eingelesen werden.
Das Rechenzentrum arbeitete mit ESER-Rechnern aus dem RGW-Programm: bis 1985 zwei Anlagen des Typs ES 1040, danach ES 1055. Das „Operative Auskunftssystem des Stabes“ fasste täglich Meldungen über Stärke, Bestände und Vorkommnisse aller Teilstreitkräfte der Nationalen Volksarmee für das Verteidigungsministerium zusammen.
Besucher können geführte Touren machen, um die unterirdischen Räume und die alte Technologie zu sehen. Es ist gut, vorher zu prüfen, welche Tage und Zeiten geöffnet sind, da die Besuche an bestimmte Zeiten gebunden sind.
Im Ernstfall hätte der Bunker in Harnekop die tagesaktuellen Daten aus Garzau auf einem baugleichen Rechner eingelesen. Das ORZ in Garzau fasste Meldungen über Stärke, Bestände und Vorkommnisse aller Teilstreitkräfte der Nationalen Volksarmee für das Verteidigungsministerium zusammen. Die Anlage konnte durch Schiffsdiesel autark betrieben und für 24 Stunden hermetisch abgeriegelt werden.
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