Bunker Kolkwitz, Gefechtsstand aus dem Kalten Krieg in Kolkwitz, Deutschland
Der Kolkwitz Bunker ist eine unterirdische militärische Anlage aus Stahlbeton mit drei Geschossen auf einer Grundfläche von 42,5 mal 18 Metern.
Mitte der 1960er-Jahre entstand der Bunker Kolkwitz zeitgleich mit dem Bunker Cölpin und unter Nutzung der Erfahrungen vom Bunker Kagel; 1967 ging er als Gefechtsstand GS-31 der 1. Luftverteidigungsdivision der LSK/LV der DDR in Betrieb. Er führte Jagdfliegergeschwader, Fla-Raketen-Einheiten und Funktechnische Truppen, und seine Nachrichtenzentrale verband die NVA mit den sowjetischen Streitkräften. Nach 1990 wurde er außer Dienst gestellt und später zu einem militärhistorischen Museum umgestaltet.
Seit 2004 betreibt der Verein „Kolkwitzer Bunkerfreunde GS-31 e.V.“ den Bunker als militärhistorisches Museum und bietet Führungen an; er ist Mitglied der Bunkerallianz Berlin-Brandenburg. Die eigene Nachrichtenzentrale des Gefechtsstandes war in das Nachrichtenverbindungssystem der NVA eingebunden und verband ihn mit dem Ministerium für Nationale Verteidigung, dem Kommando der LSK/LV in Eggersdorf und dem Zentralen Gefechtsstand in Fürstenwalde.
Führungen finden am zweiten Samstag jedes Monats um 9:30 Uhr statt, Anmeldung per E-Mail, Kontaktformular oder telefonisch; bei starker Nachfrage wird eine weitere Führung angeboten. Sonderführungen sind nach Absprache möglich. Der Bunker liegt etwa 12 Kilometer westlich von Cottbus in der Gemeinde Kolkwitz am Rand des Gewerbegebietes „Am Technologiepark“, erreichbar über die A 15, Anschlussstelle Cottbus-West, oder die B 115 zwischen Vetschau und Cottbus.
Die Nachrichtenzentrale des Bunkers bediente das Nachrichtenbataillon 31 der LSK/LV in Cottbus, das den Gefechtsstand in das Nachrichtenverbindungssystem der NVA einband. Verbindungen bestanden zum Ministerium für Nationale Verteidigung, zum Kommando der LSK/LV in Eggersdorf, zum Zentralen Gefechtsstand in Fürstenwalde, zu den Grenztruppen und zu zivilen Einrichtungen der Interflug. Draht-, Funk-, Richtfunk- und Troposphärenverbindungen liefen überwiegend verschlüsselt.
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