Lungenheilstätte Kolkwitz, Medizinisches Denkmal in Kolkwitz, Deutschland.
Das Klinikum Kolkwitz ist eine Sanatoriumsanlage auf etwa 40 Hektar Land mit mehreren Backsteingebäuden aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert. Die Gebäude sind in Gruppen angeordnet und umgeben von Waldbestand, mit Räumen für Patienten, Ärzte und Angestellte sowie Bereichen für Sport und Erholung.
Die Anlage wurde 1898 als Tuberkulose-Sanatorium gegründet und zog schnell Aufmerksamkeit an, nachdem sie Anfang 1900 eröffnet wurde. In den 1950er Jahren war sie das größte Institut dieser Art im Osten Deutschlands und behandelte Hunderte von Patienten aus der Region.
Das Gebäudeensemble spiegelt die Bauweise der frühen Sanatoriumsarchitektur wider, mit separaten Flügeln für unterschiedliche Patientengruppen und Bereichen für Erholung im Freien. Besucher können heute noch die ursprüngliche Anordnung erkennen, die das damalige Verständnis von Heilung durch Ruhe und frische Luft zeigt.
Das Gelände ist unter Denkmalschutz und kann heute nur mit vorheriger Genehmigung besucht werden, wobei lokale Vereine Führungen mit Fotografie anbieten. Besucher sollten festes Schuhwerk tragen, da das Areal groß ist und viel Grünfläche zum Erkunden vorhanden ist.
Das Komplexe war lange Zeit völlig selbstversorgend und betrieb eigene Farmen, Barbierläden und Wohngebäude für alle Mitarbeiter. Dieser ganzheitliche Ansatz machte die Anlage zu einem fast eigenständigen Dorf, das die Idee hatte, dass eine heilende Umgebung alles braucht, was Menschen für ihr tägliches Leben benötigen.
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