Bunker Töpferweg, ehemaliges Luftschutzgebäude in Lübeck-St. Lorenz
Der Bunker Töpferweg ist ein ehemaliger Luftschutzbunker in Lübeck mit rundem Grundriss und vier von außen erreichbaren Geschossen. Das Bauwerk zeigt dicke Betonwände von 2 Metern Stärke und verfügte ursprünglich über Platz für knapp 900 Personen in Notfällen.
Der Bunker wurde 1941 gebaut und 1942 eröffnet, um die Bevölkerung Lübecks vor Luftangriffen zu schützen, da die Stadt mit ihren Werften ein wichtiges Ziel darstellte. Nach dem Krieg blieb das Bauwerk trotz Abrissplanungen erhalten und wurde in der Folgezeit mehrfach als Schutzraum instand gehalten.
Der Bunker erhielt den Spitznamen "Engelsburg" nach einer ähnlichen Struktur in Rom, was lokale Geschichte mit dem burgartig wirkenden Aussehen verbindet. Diese Namensgebung zeigt, wie die Bevölkerung das Bauwerk in ihren historischen Bezugsrahmen einordnete.
Das Bauwerk liegt in einem leicht zu erreichenden Bereich der Stadt und ist von der Straße aus deutlich sichtbar. Die Umgebung rund um den Bunker ist offen und einfach zugänglich, wodurch ein bequemer Besuch möglich ist.
Das Bauwerk war einer der wenigen Bunker in Deutschland, dessen vier Geschosse alle von außen über Treppen erreichbar waren, statt zentral unter der Erde angeordnet zu sein. Diese ungewöhnliche Bauweise ermöglichte schnellere Evakuierungen und bessere Belüftung im Notfall.
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