Burg Allerburg, Mittelalterliche Burgruine in Sonnenstein, Deutschland.
Burg Allerburg, auch Ellerburg genannt, ist die Ruine einer Höhenburg auf dem isolierten 323 m hohen Allerberg bei Bockelnhagen. Der nur etwa 25 × 35 m große Gipfel bot Platz für eine Unter- und eine Oberburg, umgeben von einem Burggraben. Der Ziegelsteinneubau mit Fachwerkaufbau von Freiherr August von Minnigerode aus dem 19. Jahrhundert ist heute ebenfalls Ruine.
Die Burg wurde vermutlich vor dem 12. Jahrhundert von den Herren von Allerberg, den Vorfahren derer von Minnigerode, erbaut. 1266 wurde sie erstmals urkundlich als Stammsitz der Familie Minningerode erwähnt, die zur Grafschaft Lutterberg-Scharzfeld gehörte. Im 14. Jahrhundert hatten die Grafen von Hohnstein und später die Landgrafen von Hessen Rechte an der Burg, die ausgebaut wurde und teils an die Grafen von Schwarzburg gelangte. 1525 zerstörten aufständische Bauern sie im Bauernkrieg.
Der Name Allerburg wechselt mit Ellerburg, nach der Weilroder Eller im Tal darunter. 1408 ist in Allerberg ein Kaplan Heinrich Blicherod bezeugt, Zeuge bei der Besetzung der Pfarrstelle im nahen Kirchdorf. Zur Burg gehörte ein fest umrissener Bezirk: Bockelnhagen, Silkerode, Zwinge und der Neue Hof sowie die Wüstungen Ankerode, Kirchdorf, Möncherode, Hochstedt, Besselhagen und Weilrode.
Der Gipfel wird zu Fuß über Waldwege erreicht; ein alter Hohlweg führt noch heute vom Tal hinauf auf die Bergkuppe. Die kleine Kuppe misst nur etwa 25 × 35 m, der Rundweg ist also kurz. Unterhalb des Gipfels stehen eine Schutzhütte und einige Schautafeln.
Die heutige Ruine auf der Kuppe ist nicht mittelalterlich: Vor 1930 ließ Freiherr August von Minnigerode die letzten Reste der alten Burg durch einen Ziegelsteinneubau mit Fachwerkaufbau ersetzen. Auch dieser Neubau ist inzwischen verfallen, sodass die sichtbaren Mauerreste weitgehend von diesem Umbau aus dem frühen 20. Jahrhundert stammen.
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