Steingrabental - Mackenröder Wald, ehemaliges Naturschutzgebiet in Niedersachsen
Das Steingrabental - Mackenröder Wald ist ein Naturschutzgebiet in der Nähe von Bad Sachsa und Bad Lauterberg in Niedersachsen mit einer Fläche von etwa 590 Hektar. Das Gelände zeigt eine charakteristische Karstlandschaft mit Dolinenseen, Quellen, Hügeln und Tälern, bedeckt von Laub- und Nadelwäldern sowie Wiesen und Wiesen.
Das Gebiet wurde 1999 unter Schutz gestellt und ist Teil des größeren Gipskarstgebietes bei Bad Sachsa. Während der deutschen Teilung lag das Gebiet an der Landesgrenze zu Thüringen, was zu seiner Isolierung und zum Schutz der dort lebenden Wildtiere führte.
Der Wald trägt seinen Namen von den Karstformen und dem früheren Grenzgebiet, das lange Zeit Besucher fernhielt. Die Branntweinseiche, eine alte Eiche im Gebiet, erinnert an die Zeit der Fuhrleute, die dort Rast machten und tränken, bevor sie ihre Reise fortsetzten.
Besucher können das Gebiet auf markierten Wanderwegen erkunden, die auch für Anfänger geeignet sind und meist flache Strecken bieten. Die Wege sind gut erhalten und mit Komoot und anderen Wander-Apps leicht zu verfolgen, obwohl bequeme Schuhe wegen der unebenen Bodenbeschaffenheit ratsam sind.
Ein alter Bahnweg zeigt noch heute die Spuren der Helmetalbahn, die während des Zweiten Weltkriegs von Häftlingen eines Konzentrationslagers gebaut wurde und eine bemerkenswerte und traurige Seite der Regionalgeschichte dokumentiert. Der Weg durch dieses Gelände verbindet daher Naturerlebnis mit historischem Gedenken auf subtile und nachdenklich stimmende Weise.
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