Gipskarstlandschaft Bad Sachsa und Walkenried, ehemaliges Naturschutzgebiet in Niedersachsen
Die Gipskarstlandschaft Bad Sachsa und Walkenried ist ein Naturschutzgebiet im Harz mit ausgedehnten Flächen geprägt von Gipsgestein, Buchenwäldern, Höhlen und Erdfall-Strukturen. Das Landschaftsbild zeigt raue Felsenformationen, grüne Waldgebiete, kleine Schluchten sowie feuchte Wiesen und Teiche, die zusammen einen abwechslungsreichen natürlichen Raum bilden.
Das Gebiet wurde 2021 zum Naturschutzgebiet erklärt und schützt damit Landschaften, die über Jahrtausende durch Wasserauflösung von Gipsgestein entstanden sind. Frühere Gipsabbau in Steinbrüchen wie dem Lohof hinterließ sichtbare Spuren, doch seit Ende dieser Tätigkeiten hat sich die Natur die Flächen zurückerobert.
Das Gebiet trägt seinen Namen von der besonderen Gipskarstlandschaft, die seit Jahrhunderten die Lebensweise der Menschen prägt. Heute nutzen Besucher und Einheimische diese Gegend als Raum für Erholung und zum Verstehen der natürlichen Prozesse, die die Landschaft ständig verändern.
Der Besuch ist das ganze Jahr über möglich, wobei die Wege im Frühling und Sommer am leichtesten begehbar sind. Es gibt verschiedene ausgeschilderte Pfade und Naturlehrpfade wie den Schwiebachtal-Lehrpfad, die für unterschiedliche Wandererfahrungen geeignet sind.
Das Gebiet beherbergt unterirdische Wasserläufe, die in den Gipsfelsen verschwinden und anderswo wieder auftauchen, ein seltenes Phänomen, das Wanderer bemerken können, wenn sie den Flussläufen folgen. Gleichzeitig tragen verlassene Steinbrüche wie Lohof heute unerwartete Lebensräume mit seltenen Pflanzen und Tieren.
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