Jagdschloss Walkenried, Jagdschloss in Walkenried, Deutschland.
Das Jagdschloss Walkenried ist ein barockes Herrenhaus mit quadratischem Grundriss und pyramidales Walmdach, das an der südlichen Kante des Dorfes Walkenried liegt. Der Bau wird heute als Hotel betrieben, wobei die ursprüngliche Jagdhalle nun Platz für eine Kaffeerösterei, einen Weinkeller und eine Bibliothek bietet.
Hermann Korb begutachtete den Bauplatz 1720 und nahm fälschlich eine Pfahlgründung an; der Bau begann erst im März 1725, nachdem ein Kalkofen zum Brennen des örtlichen Bitterkalks errichtet worden war. Nach zwei Jahren war der Rohbau fertig, und Ernst Binteweis vollendete bis 1730 den Innenausbau, darunter eine Holztäfelung für 300 Reichstaler. Von 1756 bis 1966 war das Gebäude Sitz der Forstbehörde.
Der Name erinnert an die Herkunft als fürstliches Jagdschloss, doch von 1756 bis 1966 war hier ohne Unterbrechung die Forstbehörde untergebracht. Agnese Margaretha von Münchhausen bewohnte das Haus bis zu ihrem Tod 1756, danach zog ein Oberforstbediensteter ein. Seit 1976 wird der denkmalgeschützte Bau als Hotel-Pension genutzt.
Der zwei Hektar große Park um das Schloss ist nicht öffentlich zugänglich; nur Hausgäste erhalten einen PKW-Funksender für die elektrische Toranlage an der Schloßstraße und die Einfahrt. Das Gebäude ist eine Hotel-Pension, Nicht-Hausgäste sollten sich vor dem Betreten erkundigen. Die Kreisstraße K 424 / L 603 führt vorbei am Grundstück zum Wiedigshof an der Landesgrenze zu Thüringen.
Die Inschrift „WA-GALLIABBIS“ unter dem Gesims der südlichen Eingangsseite steht auf dem Kopf. Sie stammt von Resten der ansässigen Kirchenruine, die beim Bau wiederverwendet wurden, und konnte bislang nicht gedeutet werden. Zu finden ist sie direkt unter dem Gesims an der Eingangsseite.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.180 Mitwirkenden weltweit.