Kloster Walkenried, Zisterzienserkloster in Walkenried, Niedersachsen.
Walkenried ist ein ehemaliges Zisterzienserkloster in der Gemeinde Walkenried im südlichen Niedersachsen. Die Anlage zeigt hohe spitzbogige Arkaden im Kreuzgang und Mauerreste der großen Kirche, die einst das Zentrum der Gemeinschaft bildete.
Gegründet 1129 unter König Lothar III., erhielt das Kloster 1137 die päpstliche Bestätigung durch Innozenz II. Die ersten Mönche kamen aus der Abtei Kamp am Niederrhein und brachten die Ordenstraditionen mit.
Der Name stammt von der mittelalterlichen Bezeichnung für ein sumpfiges Wiesengebiet, in dem ursprünglich das Kloster errichtet wurde. Heute sehen Besucher die restaurierten Räume, in denen Mönche einst nach strengen Regeln des Schweigens und der Handarbeit lebten.
Das Gelände ist von Dienstag bis Sonntag zwischen 10 und 17 Uhr zugänglich, im Winter von November bis März gelten geänderte Zeiten. Der Kreuzgang und die Ausstellungsräume liegen ebenerdig und sind auch bei nassem Wetter gut begehbar.
Mönche legten 1225 ein ausgeklügeltes System von Kanälen und Teichen an, das Wasser aus den umliegenden Hügeln zur Anlage leitete. Dieses Netzwerk gilt als frühester belegter Abschnitt der späteren Oberharzer Wasserwirtschaft, die Bergwerke der Region versorgte.
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