Burg Alt-Morungen, Mittelalterliche Burgruine in Sangerhausen, Deutschland
Burg Alt-Morungen ist eine Burgruine auf einem felsigen Höhenrücken bei Sangerhausen, von der heute noch Mauerreste und Grundmauern erkennbar sind. Die Anlage zeigt Überreste der Ringmauer, eines früheren Turmes und in den Felsen gehauene Wehrgräben.
Um 1030 übergab Graf Goswin der Ältere von Leige die Burg als Mitgift an seine Tochter Sigena bei ihrer Heirat mit Wiprecht vom Balsamgau. Deren Sohn Wiprecht von Groitzsch verlor Morungen 1112 an Kaiser Heinrich V., der Graf Hoyer von Mansfeld damit belehnte; nach der Schlacht am Welfesholz 1115 erhielt Wiprecht die Burg zurück. 1157 verkaufte die Familie von Groitzsch die Herrschaft an Friedrich I. Um 1200 wurde die Burg zugunsten von Neu-Morungen aufgegeben.
Die Burgstätte ist mit dem Namen Morung verbunden, der auf die Familie zurückgeht, die hier lange Zeit herrschte. Besucher können heute noch die alten Steinreste sehen, die von dieser adligen Besiedlung zeugen.
Der Ort ist freizugänglich und liegt auf einer Anhöhe, die eine kleine Wanderung vom nächsten Parkplatz erfordert. Besucher sollten festes Schuhwerk tragen, da der Weg über unebenes Gelände führt und die Ruine selbst auf felsigem Untergrund steht.
Direkt unterhalb der Burg, etwa 80 Meter westlich am Bach, liegt eine größere Eisenschmelzstelle mit zahlreichen Schlacken; im Bachbett lässt sich der Verhüttungsbereich auf 20 Meter in Nord-Süd-Richtung verfolgen, am Fuß des Hanges finden sich kleinere Reste von Brauneisenstein, und der Erzabbau wurde etwa 1,5 km nördlich der Burg lokalisiert.
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