Burg Staufen, Mittelalterliche Burgruine in Staufen im Breisgau, Deutschland
Burg Staufen ist eine mittelalterliche Burgruine auf einem Hügel oberhalb der Stadt Staufen im Breisgau in Baden-Württemberg. Von den erhaltenen Mauern und Fundamenten aus blickt man über Weinberge und den Schwarzwald.
Die Herren von Staufen erbauten die Burg im frühen 12. Jahrhundert; Adalbert von Staufen errichtete um 1100 das Burghaus, und eine Urkunde von 1248 nennt sie erstmals. 1327 und 1337 erwarb Freiburg Anteile und ein Öffnungsrecht, um 1400 kam Staufen zu Vorderösterreich. Schwedische Truppen nahmen die unverteidigte Burg im Dreißigjährigen Krieg ein und brannten sie 1632 nieder; 1896 kaufte die Stadt die Ruine.
Der Name des Wunderheilers und Alchemisten Johann Georg Faust ist mit Staufen verbunden: Vermutlich stellte ihn Anton von Staufen als Goldmacher ein, wie es in der Renaissance verbreitet war. Faust kam 1539 in seinem Zimmer im Staufener Gasthaus zum Löwen wohl durch eine chemische Explosion ums Leben. Die Burg selbst war 1607 bereits unbewohnt.
Die Ruine ist über markierte Wanderwege vom Stadtzentrum aus erreichbar, der Aufstieg dauert etwa dreißig Minuten zu Fuß. Da der Weg steil ist, empfiehlt sich festes Schuhwerk.
Auf dem 375 Meter hohen Schlossberg stand nach Funden und Ausgrabungen bereits in der Römerzeit ein Wachturm, lange bevor die Burg entstand. 1896 kaufte die Stadt Staufen die Ruine der Familie Mentzingen ab und ließ sie renovieren, erneut 1954 und 1960. Erhalten sind unter anderem die Umfassungsmauern.
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