Burg Staufen, Mittelalterliche Burgruine in Staufen im Breisgau, Deutschland
Burg Staufen ist eine mittelalterliche Burgruine auf einem Hügel oberhalb der Stadt Staufen im Breisgau in Baden-Württemberg. Von den erhaltenen Mauern und Fundamenten aus blickt man über Weinberge und den Schwarzwald.
Die Grafen von Staufen errichteten die Festung im 12. Jahrhundert, vermutlich um den Silberbergbau in der Region zu schützen. Im Jahr 1632 besetzten schwedische Truppen die wehrlose Anlage während des Dreißigjährigen Krieges und steckten sie in Brand.
Burg Staufen ist durch den Alchemisten Johann Georg Faust bekannt, der hier im Auftrag eines lokalen Adligen arbeitete und 1539 starb. Die Verbindung zwischen einer mittelalterlichen Festung und frühen alchemistischen Experimenten macht diesen Ort zu einem ungewöhnlichen Treffpunkt von Militärgeschichte und Naturwissenschaft.
Die Ruine ist über markierte Wanderwege vom Stadtzentrum aus erreichbar, der Aufstieg dauert etwa dreißig Minuten zu Fuß. Da der Weg steil ist, empfiehlt sich festes Schuhwerk.
Der Burgberg steht auf einem Vulkanschlot, einem der geologisch ungewöhnlichsten Hügel im Breisgau. Dieser vulkanische Ursprung unterscheidet ihn von den umliegenden Schwarzwaldhügeln und ist sichtbar in der dunklen Gesteinsstruktur des Hangs.
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