Burg Stolzenberg, Mittelalterliche Burgruine in Bad Soden-Salmünster, Deutschland.
Stolzenberg Castle ist eine Burgruine auf einem Hügel in Bad Soden-Salmünster mit erhaltenen Steinmauern und einem markanten Turm von etwa 20 Metern Höhe. Der Standort bietet Ausblicke auf das Tal und die umliegende Berglandschaft.
Das Gründungsdatum der Burg Stolzenberg lässt sich aus schriftlichen Quellen nicht ermitteln; möglicherweise wurde im 11. oder 12. Jahrhundert eine erste Befestigung über der Via Regia errichtet. Erstmals namentlich erwähnt wird die Burg 1252, als König Wilhelm von Holland dem Fuldaer Abt Heinrich IV. von Erthal erlaubte, sie nach der Zerstörung durch „Feinde der Kirche“ wiederaufzubauen. 1522 schossen Truppen Philipps von Hessen die Burg im Ritterkrieg sturmreif, und 1734 war nur noch von einem „verfallenen Schloß Stoltzenberg“ die Rede.
Der Name Stolzenberg lebt im Namenszusatz „zu Stolzenberg“ des Adelsgeschlechts der Hutten weiter, der seit dem 15. Jahrhundert geführt wird. Noch 1597 fanden in der Burgkapelle evangelische Gottesdienste statt, was den katholischen Pfarrer Martin Göbel erzürnte, der darüber berichtete. Die 1319 geweihte Kapelle diente den Bewohnern Stolzenthals, des darunterliegenden Ortes, der 1296 Stadtrechte erhielt.
Die Ruine ist jederzeit frei zugänglich. Die Aussichtsplattform auf dem rund 20 Meter hohen Bergfried erreicht man über einen ebenerdigen Zugang und 88 Treppenstufen; der alte Hocheingang in etwa zehn Metern Höhe ist noch zu sehen. Der doppelte Wallgraben zeichnet den einstigen Ringmauerlauf um das ganze Plateau nach.
Der Name der Burg erscheint erstmals in einer Urkunde König Wilhelms von Holland von 1252, der dem Fuldaer Abt Heinrich IV. von Erthal den Wiederaufbau nach der Zerstörung durch „Feinde der Kirche“ erlaubte. Als Angreifer kommen die Grafen von Rieneck und Erzbischof Gerhard von Mainz in Frage.
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