Burg Tailfingen, Mittelalterliche Burgruine in Tailfingen, Deutschland.
Burg Tailfingen ist eine mittelalterliche Burganlage auf der Nordseite des Tailfinger Schlossfelsens auf etwa 937 Metern Höhe. Die Reste zeigen Erdwerke, einen kleinen Wall, einen Graben und die Grundmauern eines Steinbaus mit einer Ecktürme.
Die Herren von Tailfingen errichteten diese Bergfestung um 1100 als Sitz ihrer Macht. Das Schloss wurde vor 1250 aufgegeben und 1403 an die Württemberger verkauft, wodurch die Herrschaft über die Region wechselte.
Die Kapelle des Schlosses zeigt romanische Formensprache mit einer Apsis, die 1983 bei Ausgrabungen freigelegt wurde und mittelalterliche Glaubensräume auf dem Berg verdeutlicht. Besucher sehen hier Spuren davon, wie Glaube und Alltag an diesem Ort miteinander verflochten waren.
Der Ort liegt auf einem Berghang und erfordert einen kurzen Aufstieg von der nahegelegenen Straße, der sich aber lohnt für den Blick auf die Umgebung. Die erhaltenen Grundmauern und Erdwerke sind gut zugänglich und laden zum Umhergehen ein.
Unter den mittelalterlichen Überresten liegen Spuren einer prähistorischen Höhensiedlung, die mit dem nahen Degerfeld verbunden war und zeigt, dass Menschen diesen Berg über Jahrhunderte hinweg bewohnt haben. Diese überlagerte Geschichte macht den Ort zu einem Fenster in mehrere Epochen menschlicher Besiedlung.
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