Burg Grubenhagen, Mittelalterliche Burgruine nahe Einbeck, Deutschland
Grubenhagen ist eine Burganlage auf einem Hügel nahe Einbeck mit Resten aus dem Mittelalter, darunter ein Rundturm von etwa 18 Metern Höhe. Die Befestigung zeigt eine ovale Innenburg mit äußeren Wällen und Gräben, die das Gelände schützten.
Die Burg wurde wahrscheinlich unter Heinrich dem Löwen erbaut und erstmals 1263 urkundlich erwähnt, als das Ministerialengeschlecht Grubo von Grubenhagen sie als Burgmannen hielt. Um 1300 kam sie an die Herzöge von Braunschweig-Lüneburg zurück. 1291 gab sie dem von Heinrich dem Wunderlichen gegründeten welfischen Fürstentum Grubenhagen den Namen, war aber nie dessen Residenz; die Herzöge residierten meist auf der Heldenburg oder in Herzberg. Der Name Grubenhagen für das Fürstentum erschien erst um 1617.
Der Burghügel war Mittelpunkt einer mittelalterlichen Herrschaft, die Handel und Verkehr in der Region kontrollierte. Besucher können heute noch die Anordnung der Befestigungen erkennen, die zeigen, wie strategisch wichtig dieser Ort war.
Der Turm kann bestiegen werden, doch der Schlüssel muss vorher im nahegelegenen Dorf Rotenkirchen geholt werden. Die Anlage ist auf einem Hügel gelegen und bei längeren Besuchen sollte man gutes Schuhwerk mitbringen.
1448 verschanzte sich Heinrich III. von Braunschweig-Grubenhagen hier nach einem Raubzug bei Hofgeismar. Ein Belagerungsheer von 16.000 Mann, 2.000 Reitern und 1.500 Wagen belagerte die Burg; Göttingen schickte zwei Geschütze, die Makefrede und die Scherpe Grete, wobei letztere während des Gefechts zersprang. Die Belagerer scheiterten und verwüsteten stattdessen Altendorf, Reinsen, Bensen und Rotenkirchen.
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