Burg Haag, Mittelalterliche Burg in Haag in Oberbayern, Deutschland.
Burg Haag ist eine mittelalterliche Festung in der oberbayerischen Gemeinde Haag, die aus einer Ringmauer, einem Torturm und einem äußeren Befestigungsbereich besteht. Die Anlage befindet sich an der Maria-Ward-Straße und wird von den Überresten eines Zwinger-Systems flankiert, das die Verteidigungsstruktur verstärkte.
Die Burg Haag wurde vermutlich im 12. Jahrhundert von den Edelfreien „de Haga“ oder „vom Hage“ erbaut. Durch Erbe oder Verkauf ging sie an die Gurren von Kirchdorf und dann an die Fraunberger über, die bis zu ihrem Aussterben 1566 dort regierten. Die 1509 zur Reichsgrafschaft erhobene Herrschaft wurde später von Kaiser Maximilian II. an die Herzöge von Bayern vergeben, die die Reformation in der Grafschaft rückgängig machten. Um 1804 begann in der Napoleonischen Zeit die stückweise Abtragung der Burg.
Der Name Haag stammt vom Adelsgeschlecht „de Haga“ oder „vom Hage“, nicht vom Hügel. Zwischen Mai und Oktober können Paare im Schlossturm heiraten, in den Sommermonaten finden im Schlosshof Kulturveranstaltungen statt. Von 1981 bis 2005 beherbergte der Turm das Haager Heimatmuseum.
Der Turm ist nur im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Führungen zugänglich; von 2005 bis Juli 2016 war er wegen Baumängeln geschlossen. Zwischen Mai und Oktober können Paare im Schlossturm heiraten, in den Sommermonaten finden im Schlosshof kulturelle Veranstaltungen statt. Der Turm ist nicht barrierefrei.
Das Gelände enthält sowohl Überreste einer archäologischen Stätte als auch ein bewährtes Zwinger-System neben dem Hauptturm, das Verteidigungstechniken der Zeit zeigt. Diese Kombination aus Befestigungselementen ermöglicht Besuchern, die Schichten mittelalterlicher Defensivplanung vor Ort zu erkennen.
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