Kloster Ramsau bei Haag, Kloster in Ramsau, Deutschland
Kloster Ramsau bei Haag ist ein Augustiner-Kloster im gleichnamigen Ort, das hauptsächlich durch einen dreigeschossigen barocken Flügel mit Walmdach aus dem Jahr 1731 geprägt wird. Dieser Bau im südlichen Bereich des Komplexes bildet heute das Kernstück der sichtbaren Anlage.
Das Kloster wurde 1412 von Jörg von Frauenberg, dem Herrn von Haag, gegründet und dem heiligen Maria, Augustinus und Georg geweiht. Es entstand aus dem Wunsch, ein religiöses Zentrum in dieser Region zu schaffen.
Das Kloster war lange Zeit ein Ort der musikalischen Schöpfung, wo der Augustiner-Mönch Theodor Grünberger zwischen 1756 und 1820 zahlreiche Werke komponierte. Diese künstlerische Tätigkeit prägte das geistige Leben der Gemeinschaft und hinterließ ein reiches musikalisches Erbe an diesem Ort.
Das Gelände ist heute Teil einer sozialen Einrichtung und kann von außen besichtigt werden, wobei die Barockarchitektur auch aus der Ferne zu erkennen ist. Besucher sollten beachten, dass dies ein bewohnter Ort mit Privatgelände ist und Rücksicht auf die Bewohner wichtig ist.
Ein Chronist des Klosters namens Franz Dionys Reithofer dokumentierte 1815 die Geschichte dieser Einrichtung mit Hilfe von bislang unbekannten Quellen. Seine sorgfältige Geschichtsschreibung bewahrt bis heute Wissen über die Entwicklung des Ortes.
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