Kloster Ramsau bei Haag, Kloster in Ramsau, Deutschland
Kloster Ramsau bei Haag ist ein Augustiner-Kloster im gleichnamigen Ort, das hauptsächlich durch einen dreigeschossigen barocken Flügel mit Walmdach aus dem Jahr 1731 geprägt wird. Dieser Bau im südlichen Bereich des Komplexes bildet heute das Kernstück der sichtbaren Anlage.
Jörg von Fraunberg, Besitzer der Herrschaft Haag, gründete das Kloster 1412 für die Augustinereremiten, geweiht der Heiligen Maria, St. Augustinus und St. Georg. Unter Graf Ladislaus von Fraunberg gaben die Augustiner es während der Reformation auf; nach dem Übergang Haags an die bayerischen Wittelsbacher 1567 wurde es wieder hergestellt, 1593 zogen zwei Patres als Seelsorger in Ramsau ein. 1802 wurde es im Zuge der Säkularisation aufgelöst.
Die Klosterkirche war der Heiligen Maria, dem heiligen Augustinus und dem heiligen Georg geweiht. Der Augustinermönch Theodor Grünberger (1756–1820), Komponist und Priester, schuf in Ramsau einen Großteil seiner bedeutendsten Werke. Nach der Auflösung 1802 betrieben Franziskanerinnen ab 1899 ein Waisenhaus, das Kinderheim St. Josef, in den Gebäuden.
Das Gelände ist heute Teil einer sozialen Einrichtung und kann von außen besichtigt werden, wobei die Barockarchitektur auch aus der Ferne zu erkennen ist. Besucher sollten beachten, dass dies ein bewohnter Ort mit Privatgelände ist und Rücksicht auf die Bewohner wichtig ist.
Der Komponist Theodor Grünberger (1756–1820), Augustinermönch und Priester, schuf im Kloster Ramsau einen Großteil seiner bedeutendsten Werke. Der erhaltene Südflügel ist ein dreigeschossiger barocker Walmdachtrakt, im Kern von 1731, später modernisiert und erweitert.
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