Burg Hardenberg, Mittelalterliche Burgruine auf einem Felsvorsprung in Nörten-Hardenberg, Deutschland.
Burg Hardenberg ist eine Burgruine auf einem felsigen Vorsprung in Nörten-Hardenberg in Niedersachsen. Die Anlage gliedert sich in zwei Hauptteile: das Vorderhaus oben auf dem Hügel und das Hinterhaus weiter unten am Hang, beide in Ruinen, aber in ihrer ursprünglichen Aufteilung noch gut erkennbar.
Die Festung wurde erstmals 1101 urkundlich erwähnt und vom Erzbistum Mainz errichtet, um zwei wichtige Handelsrouten in der Region zu kontrollieren. Sie blieb ein bedeutendes Verwaltungszentrum, bis die Säkularisierung zu Beginn des 19. Jahrhunderts ihre Funktion grundlegend veränderte.
Die Burg war über Jahrhunderte Sitz der Familie von Hardenberg, die dem Ort unterhalb seinen Namen gab. An den Steinmauern sind noch heute Wappen und Inschriften zu erkennen, die an diese Verbindung erinnern.
Der Aufstieg zur Ruine ist steil und das Gelände uneben, daher ist festes Schuhwerk empfehlenswert. Wer Zeit hat, sollte sich auch den unteren Bereich der Anlage ansehen, da die beiden Gebäudeteile sich gut ergänzen.
Ein schwerer Sturm zerstörte 1698 einen Großteil der Anlage und zwang die Bewohner des Vorderhauses, nach Göttingen zu ziehen. An den verbliebenen Mauern sind noch immer Spuren dieses plötzlichen Ereignisses zu erkennen.
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