Burg Hardenberg, Mittelalterliche Burgruine auf einem Felsvorsprung in Nörten-Hardenberg, Deutschland.
Burg Hardenberg ist eine Burgruine auf einem felsigen Vorsprung in Nörten-Hardenberg in Niedersachsen. Die Anlage gliedert sich in zwei Hauptteile: das Vorderhaus oben auf dem Hügel und das Hinterhaus weiter unten am Hang, beide in Ruinen, aber in ihrer ursprünglichen Aufteilung noch gut erkennbar.
Das Erzbistum Mainz gründete die Burg zur Überwachung zweier Handelswege; um 1101 wurde sie erstmals als befestigtes Haus urkundlich erwähnt. Bereits 1098 hatte Erzbischof Ruthard von Mainz dort vor König Heinrich IV. Zuflucht gesucht. 1287 wurde die Burg von den Herzögen von Braunschweig belagert und dann an die Herren von Hardenberg verpfändet, die sich nach ihr benannten. Eine Erbteilung von 1409 begründete die Linien Vorderhaus und Hinterhaus, und die Doppelburg blieb bis heute im Besitz der Hardenberger.
Die Familie von Hardenberg, ursprünglich de Novalis genannt, nahm ihren Namen von der Burg und gab ihn an den Ort unterhalb weiter. Eine Sage verbindet ihr Wappen mit dem Keilerkopf mit einem nächtlichen Überfall: Das Grunzen eines Ebers soll die Besatzung geweckt haben. Die Familie besitzt die Ruine bis heute und betreibt im Ort eine 1700 gegründete Kornbrennerei.
Der Aufstieg zur Ruine ist steil und das Gelände uneben, daher ist festes Schuhwerk empfehlenswert. Wer Zeit hat, sollte sich auch den unteren Bereich der Anlage ansehen, da die beiden Gebäudeteile sich gut ergänzen.
Im März 1698 brachte ein großes Gewitter das Vorderhaus, den nördlichen Burgteil, zum Nachgeben und Einsturz; von der ganzen Burg ist nicht die Rede. Diese Linie zog nach Göttingen und um 1710 in das neu errichtete Schloss Hardenberg am Fuß des Berges, die Linie Hinterhaus verließ die Burg 1720.
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