Burg Heeßel, Mittelalterliche Festungsruinen in Burgdorf, Deutschland
Burg Heeßel ist eine abgetragene frühmittelalterliche Befestigungsanlage bei Heeßel, einem Ortsteil von Burgdorf, bestehend aus einem 2,5 m hohen Burghügel von 17 × 25 m, umgeben von einem 7 m breiten Graben und noch 3–5 m hohen Erdwällen. Ein spiralförmiger Wall umführt den Haupthügel, und eine dreiecksförmige Vorburg erstreckt sich nach Osten mit einem erhaltenen 180 m langen, 5 m breiten Wall. Die Anlage liegt im Waldstück Heeßeler Tannen.
Die Anlage war vom 8. bis 13. Jahrhundert in Nutzung, die meisten Funde stammen aus dem 10. und 11. Jahrhundert. 1934 führte das Niedersächsische Landesmuseum Hannover mit Studenten Grabungen durch, legte etwa 25 Suchschnitte an und öffnete 10 größere Flächen. Dabei kamen zwei Gebäudefundamente von 10 × 6 m und 6 × 9 m mit gestampftem Lehmboden und gemauertem Herd sowie ein 1,5 m tiefer, holzverschalter Brunnen in der Vorburg zutage. Keramik, ein Eisensporn, Teile eines Lederschuhs und eine Handmühle datieren die Nutzung.
Die Anlage ist ein geschütztes Kulturdenkmal; ihre Entdeckung folgte auf ein Ereignis in den 1930er Jahren, als ein Grundstücksbesitzer aus landwirtschaftlichen Gründen ein 90 m langes Wallstück abtrug und ein Lehrer die Bedeutung der Wallanlage erkannte. Die Ausgrabung 1934 unter Leitung des Niedersächsischen Landesmuseums Hannover mit Studenten umfasste etwa 25 Grabungsschnitte und 10 großräumig freigelegte Flächen. Zu den Funden zählten ein Eisensporn, Teile eines Lederschuhs und eine Handmühle zum Getreidemahlen.
Die Anlage liegt etwa 20 km nordöstlich der Innenstadt von Hannover und 2 km westlich von Burgdorf im Waldstück „Heeßeler Tannen“, rund 200 m außerhalb von Heeßel in einem Landschaftsschutzgebiet. Erreichbar ist sie über den Burgweg, der in Heeßel von der Hauptstraße nach Süden führt. Die Wälle sind noch 3 bis 5 m hoch, der Boden ist uneben.
Die Erbauer rodeten den damaligen Wald durch Abbrennen; die bei der Ausgrabung 1934 festgestellte Holzkohleschicht zeugt davon. Die Untersuchung zwischen März und Juni 1934 unter Leitung des Niedersächsischen Landesmuseums Hannover umfasste etwa 25 Grabungsschnitte und 10 großräumig freigelegte Flächen; gefunden wurden ein Eisensporn, Teile eines Lederschuhs und eine Handmühle.
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