Burg Heinsberg, Mittelalterliche Burg in Heinsberg, Deutschland
Burg Heinsberg ist die Ruine einer Turmhügelburg auf einem rund 10 Meter hohen künstlichen Hügel in Heinsberg, Nordrhein-Westfalen. Das Areal wurde durch zwei Abgrabungen in Burgberg und Kirchberg geteilt, wobei auf dem Kirchberg die gotische Stiftskirche St. Gangolf steht. Von der Burg sind nur geringe Mauerreste erhalten, ferner Reste der Stadtmauer und der bastionierten Festung des 16. Jahrhunderts.
Die Burg entstand vermutlich im 11. Jahrhundert als Sitz der Herren von Heinsberg, zunächst als Holz-Erde-Motte. Nach der Zerstörung von Burg und Siedlung 1144 durch Heinrich von Limburg im Auftrag König Konrads III. wurde sie im 12. Jahrhundert in Stein aus Kalkstein, Tuff, Mergel und Sandstein neu aufgebaut. Ab 1484 war sie Sitz eines jülischen Amtmannes; 1538 begann der Ausbau zur bastionierten Festung, und 1543 nahmen kaiserliche Truppen Heinsberg ein und zerstörten es teilweise.
Der Name Heinsberg lebt in der Stadt und im Doppelhügel von Burgberg und Kirchberg fort, auf dessen einstiger Vorburg im 15. Jahrhundert die gotische Stiftskirche St. Gangolf errichtet wurde. Dieses Gotteshaus, nicht die Burgruine, erinnert heute an die untergegangene Herrschaft.
Die Anlage liegt auf dem Burgberg, einem rund 10 Meter hohen künstlichen Hügel, der durch einen Graben vom Kirchberg getrennt ist. Vom Heinsberger Zentrum aus ist sie zu Fuß erreichbar; das Gelände ist geneigt und teilweise bewaldet. Festes Schuhwerk ist sinnvoll, die Zugangsbedingungen sollten vorab geprüft werden.
Die Anlage zählt zu den größten erhaltenen Mottenanlagen des Rheinlandes: Ein natürlicher Geländesporn über dem Rurtal wurde zweifach abgegraben, sein Ende zu einem rund 10 Meter hohen Haupthügel erhöht. Der benachbarte Kirchberg, einst Vorburg, trägt die im 15. Jahrhundert errichtete gotische Stiftskirche St. Gangolf.
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