Burg Lauterstein, Burgruine in Niederlauterstein, Marienberg, Deutschland
Die Burg Lauterstein, auch Burgruine Niederlauterstein genannt, ist eine mittelalterliche Höhenburg auf einem Gneissporn über dem linken Ufer der Schwarzen Pockau am südöstlichen Ortsausgang von Niederlauterstein. Erhalten sind ein Rundturm von 9 m Durchmesser, ein quadratischer Turm von 6 × 6 m Seitenlänge sowie Mauerreste von Gebäuden und Umfassungsmauern. Die Anlage nutzte ein Areal von etwa 30 m Durchmesser.
Die Burg wird erstmals 1304 in einer Urkunde erwähnt, in der ein Johannes in Lutirstein aus der Ministerialenfamilie von Erdmannsdorf genannt wird. Nach der Niederlage der Schellenberger belehnte Markgraf Friedrich der Freidige 1323 die Burggrafen Albrecht von Altenburg und Otto von Leisnig mit Burg und Städtchen Zöblitz. 1434 kaufte Kaspar von Berbisdorf die Herrschaft für 4.000 Gulden. Am 14. März 1639 steckten drei schwedische Reiter die Burg in Brand; seither ist sie eine Ruine.
Der Name der Burg geht wohl auf ihre steinerne Bauweise zurück, daher die Endung -stein. 1497 teilte die Familie von Berbisdorf die Herrschaft in Oberlauterstein und Niederlauterstein und zog eine Schiedsmauer mitten durch die Burg. Die Marienberger Firma Auhagen fertigt noch heute ein Modell der Burg im Maßstab etwa 1:100, nach einer Darstellung von Dillich aus dem Jahr 1629.
Die Ruine liegt auf einem Gneissporn am südöstlichen Ortsausgang von Niederlauterstein über dem linken Ufer der Schwarzen Pockau, etwa 2 km nordwestlich von Zöblitz und 4,5 km nordöstlich von Marienberg. Das Gelände ist uneben, und die erhaltenen Mauern und Türme verlangen achtsamen Tritt; festes Schuhwerk ist ratsam. Das Areal ist als Bodendenkmal seit dem 25. November 1968 eingetragen.
Der in Marienberg ansässige Modellbahnzubehör-Hersteller Auhagen produziert ein Modell der Burg im Maßstab etwa 1:100 nach einer Darstellung von Dillich aus dem Jahr 1629. Das Areal ist seit dem 25. November 1968 als Bodendenkmal „Lauterstein“/„Schloßruine“ eingetragen. Die Grabungen 1974–77 erbrachten Funde aus dem 12. bis 17. Jahrhundert.
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