Marienberg, Bergbaustadt im Erzgebirgskreis, Deutschland.
Marienberg ist eine Stadt im Erzgebirgskreis in Sachsen, deren Zentrum einen rechteckigen Grundriss mit einem 1,7 Hektar großen Marktplatz nach italienischen Renaissanceprinzipien aufweist. Die Stadt liegt auf etwa 620 Metern Höhe und verbindet sich durch regionale Verkehrsnetze mit benachbarten Gemeinden in Südsachsen.
Herzog Heinrich der Fromme von Sachsen gründete Marienberg 1521 als geplante Stadt zur Erschließung der Erzlagerstätten. Bereits bis 1540 existierten in der Region über tausend Bergbaugruben, die die Stadt zu einem wirtschaftlichen Zentrum des Erzgebirges machten.
Die Kirche St. Marien zeigt spätgotische Architektur, während der Rote Turm als letztes erhaltenes Eckbauwerk aus der ursprünglichen Vier-Türme-Anlage die Silhouette prägt. Besucher erkennen an diesen Gebäuden heute noch die mittelalterliche Wehrhaftigkeit der Stadt.
Der Ort ist am besten zu Fuß erreichbar, da die Altstadt kompakt ist und sich die wichtigsten Sehenswürdigkeiten nah beieinander befinden. Besucher sollten bequeme Schuhe mitbringen, da die Wege auf hügeligem Gelände verlaufen und Treppen in der Stadt verteilt sind.
Das Bergamt wurde 1525 gegründet und verwaltete von hier aus die gesamten Bergbauaktivitäten des Erzgebirges, was Marienberg zur administrativen Schaltzentrale des regionalen Erzabbaus machte. Diese historische Rolle lässt sich heute noch im Stadtbild nachvollziehen, wo verwaltungstechnische Gebäude die zentrale Bedeutung der Stadt unterstreichen.
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