Mothäuser Heide, Naturschutzgebiet in Sachsen
Mothäuser Heide ist ein großes Hochmoor in der Region Erzgebirge mit einer Fläche von mehr als vier Quadratkilometern. Das Gelände zeigt offene Grasflächen, Moospolster, kleine Seen und dichte Kiefernwälder an den Rändern, alles auf einem weichen, oft feuchten Untergrund.
Das Moor entstand vor etwa neuntausend Jahren durch mineralreiches Wasser, das aus dem Boden floss und langsam Torfschichten aufbaute. Im 19. Jahrhundert wurden umfangreiche Entwässerungsgräben angelegt, um Torf zu gewinnen, doch seit dem frühen 20. Jahrhundert konzentriert sich man auf den Schutz und die natürliche Wiederherstellung des Geländes.
Der Name Mothäuser Heide bezieht sich auf das nahegelegene Dorf Mothäus. Die Besucher erleben hier eine stille, offene Landschaft mit Moosen, Zwergsträuchern und kleinen Seen, die den Rhythmus des Moorlebens widerspiegeln.
Die Wege durch das Moor wurden neu gestaltet, um das fragile Gelände zu schützen, was längere Routen bedeuten kann. Das Betreten des Kernbereichs ist eingeschränkt, aber die Zugänglichkeit von Marienberg aus ist einfach und Besucher können auf ausgewiesenen Pfaden spazieren.
Das Moor speichert etwa eine halbe Million Kubikmeter Wasser, vergleichbar mit einem kleinen Staudamm. In der Mitte erreicht die Torfschicht eine Tiefe von etwa 8 Metern und wächst jährlich um etwa einen Millimeter, was zeigt, wie langsam diese Landschaft entsteht.
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