Burg Lengsfeld, Mittelalterliche Burg in Stadtlengsfeld, Deutschland.
Die Burg Lengsfeld steht am westlichen Rand der Altstadt von Stadtlengsfeld, gelegen 270 Meter über dem Meeresspiegel mit erhaltenen Mauern und einem Hauptgebäude mit einem Rundturm.
Das Kloster Hersfeld ließ Burg Lengsfeld um 1125 zum Schutz seiner Besitzungen im Feldatal errichten; die Herren von Lengsfeld dienten als Ministerialen der Frankensteiner. Um 1300 dehnte das Kloster Fulda sein Territorium ins Feldatal aus: 1235 überließ es die Burg dem Deutschen Orden Seelheim, im 14. Jahrhundert machten die Äbte daraus eine Ganerbenburg, die mehrere Ritterfamilien teilten.
Lengsfeld erhielt 1359 das Marktrecht, und die Fuldaer Äbte siedelten Ritter im Ort an, die eigene befestigte Burgsitze errichteten. Die Burg wurde zur Ganerbenburg, an der mehrere Familien Anteile hielten; als Ganerben sind Apel von Reckrodt und ab 1339 Paul von Herbilstadt überliefert.
Die Burgreste sind ganztägig öffentlich zugänglich, mit Parkplätzen in der Stadt verfügbar und barrierefreiem Zugang für Rollstuhlfahrer, obwohl das Gebäude derzeit als privates Sanatorium betrieben wird.
Während des Bauernkrieges 1525 wurde die Burg von Aufständischen besetzt, und heute fungiert die Anlage als Klinik für psychotherapeutische Rehabilitation unter Beibehaltung ihrer historischen architektonischen Elemente.
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