Burg Lichtenstein, Mittelalterliche Burg in Pfarrweisach, Deutschland.
Die Burg Lichtenstein ist eine Höhenburg auf einem Höhenzug der Haßberge, etwa 100 Meter über dem Tal der Weisach und sechs Kilometer nördlich von Ebern. Von den ursprünglich vier Ganerbensitzen ist die Südburg erhalten und bewohnt, die Nordburg ist als Ruine zugänglich, an Stelle des verschwundenen dritten Sitzes steht die barocke evangelische Kirche, und im Südwesteck der Ringmauer liegen die Reste eines vierten Ansitzes.
Die Festung entstand in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts an einem Ort, wo bereits ältere Befestigungen gestanden hatten. Sie war Sitz einer regionalen Adelsfamilie und spielte eine Rolle in den lokalen Machtkämpfen des Mittelalters.
Der Name Lichtenstein stammt von der Linie Stein von Lichtenstein der Herren vom Stein, die 1232 zusammen mit der Burg urkundlich erwähnt wird. Seit der Barockzeit steht die Dorfkirche „Zum Ewigen Licht“ an Stelle des verschwundenen dritten Ganerbensitzes, sodass Kirche und Burgruine einen ummauerten Bezirk teilen.
Die Südburg ist in Privatbesitz und nur von außen zu besichtigen; ihr Innenhof mit dem originalen Wehrgang ist nur im Rahmen einer Gruppenführung zugänglich. Die Ruine der Nordburg ist an Wochenenden oder nach Voranmeldung geöffnet. Die evangelische Kirche steht an der Stelle des verschwundenen dritten Ansitzes.
Der originale Wehrgang im Innenhof soll dem Burgenforscher Bodo Ebhardt als Vorbild für die Restaurierung der Hohkönigsburg im Elsass gedient haben. Zugänglich ist er nur im Rahmen einer Gruppenführung; die Südburg ist sonst nur von außen zu besichtigen.
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